Gedanken zum Weltspartag 2020

Seit 95 Jahren findet der Weltspartag in der letzten Oktoberwoche statt. Aber macht diese Veranstaltung immer noch Sinn? In diesem Jahr werden nicht mal mehr die Kinder ihre Sparschweine zur Bank tragen, um das Geld auf ihr erstes Sparkonto einzuzahlen. Die Coronakrise bremst den Nachwuchs aus. Die Erwachsenen hätten sich sowieso mehr über solide Zinsen gefreut, als über Kugelschreiber, Luftballons und Kuscheltiere.

Ein Blick auf das Zinsniveau und dessen Entwicklung in den letzten Jahren dürfte den meisten Sparern Tränen in die Augen treiben. Die lang erhoffte Zinswende wurde längst abgeblasen. Eine Besserung ist im Corona-Krisenmodus nicht in Sicht. Was also tun mit dem gesparten Geld? Ein paar Strategien gibt es noch - und generell bleibt "sparen" eine gute Idee. Unsere Gedanken und Hintergründe zum Weltspartag.

Geschichte des Weltspartags

Wie erwähnt: Der Weltspartag findet jährlich in der letzten Oktoberwoche statt. Ursprünglich wurde der Weltspartag auf dem 1. Internationalen Sparkassenkongress (First International Thrift Congress) im Jahr 1924 beschlossen und die europäischen Sparkassen begingen ihn erstmals am 31. Oktober 1925. Der Tag hat sich seither nicht geändert, indes findet der Weltspartag in Deutschland bereits einen Werktag früher statt, d. h. bereits am 30. Oktober. Begründung: Der 31. Oktober ist hierzulande zugleich Reformationstag (Feiertag in mehreren Bundesländern). In mehreren Staaten wird der Weltspartag mittlerweile auch als Sparwoche begangen.

Weshalb gibt es den Weltspartag?

Ursprünglich war der Gedanke, das Prinzip der Sparsamkeit und des Sparen zu würdigen. Insbesondere ein pädagogischer Aspekt stand im Vordergrund. Das änderte sich allerdings mit den Jahren. Die Finanzerziehung als Kern des Weltspartags verschwand. Stattdessen nutzen viele Banken den Tag eher als Werbemaßnahme.

Welche Bedeutung hat der Weltspartag heute noch?

In vielen Ländern hat der Weltspartag – zumindest in der klassischen Variante – an Bedeutung verloren. Indes gilt: Sparen lohnt sich immer noch. Mittels Sparens lassen sich z. B. Rücklagen für unvorhergesehene Ausgaben bilden. Auch Sparziele wie ein Urlaub, ein Auto oder bereits der Führerschein sind interessant. Inzwischen hat auch die Altersvorsorge einen hohen Stellenwert, da die gesetzliche Absicherung in der Regel nicht mehr ausreicht, um den Erhalt des bisherigen Lebensstandards zu gewährleisten.

Der Weltspartag für Kinder

Sparen fängt ganz klein an – hinsichtlich des Betrags und in Bezug auf das Lebensalter. Wie viel Geld erhalten Kinder und Jugendliche idealerweise pro Woche oder Monat? Ab wann sollte Taschengeld oder Budgetgeld ausgezahlt werden? Bekommen nur „gute“ Kinder oder Jugendliche das Geld? Prinzipiell gilt: Natürlich ist es den Eltern überlassen, wie sie ein Taschengeld gestalten wollen. Darüber hinaus gibt es einige Aspekte, die beachtenswert sind.

Als generell wichtig gilt, dass Kinder und Jugendliche über das Taschengeld frei verfügen können, d. h. Eltern sollten nicht unbedingt bewerten, was mit dem Geld gekauft bzw. für was gespart wird. Empfohlen wird außerdem, dass Taschengeld regelmäßig gezahlt wird und das Verhalten der Kinder und Jugendlichen keinen Einfluss auf diese Auszahlung hat. Die Kinder sollen in erster Linie den Umgang mit Geld erlernen.

Tipp: Reden Sie mit Ihren Kindern ab einem bestimmten Alter über die Höhe des Taschengelds.

Nachfolgend listen wir zur Orientierung des Taschengelds eine Staffel des Deutschen Jugendinstituts auf. Diese staffelt die Beträge nach Alter des Kindes. Bis zum zehnten Lebensjahr sind die Zahlungen wöchentlich angedacht, danach als monatliches Taschengeld.

  • bis 6 Jahre: 0,50-1,00 Euro/Woche
  • 6 Jahre: 1,00-1,50 Euro/Woche
  • 7 Jahre: 1,50-2,00 Euro/Woche
  • 8 Jahre: 2,00-2,50 Euro/Woche
  • 9 Jahre: 2,50-3,00 Euro/Woche
  • 10 Jahre: 15,50-18,00 Euro/Monat
  • 11 Jahre: 18,00-20,50 Euro/Monat
  • 12 Jahre: 20,50-23,00 Euro/Monat
  • 13 Jahre: 23,50-25,50 Euro/Monat
  • 14 Jahre: 25,50-30,50 Euro/Monat
  • 15 Jahre: 30,50-38,00 Euro/Monat
  • 16 Jahre: 38,00-45,50 Euro/Monat
  • 17 Jahre: 45,50-61,00 Euro/Monat
  • ab 18 Jahre:  61,00-76,00 Euro/Monat

Wie sparen die Deutschen in der Krise?

Kurz gefasst: Konservativ. Wie aus einer aktuellen YouGov-Umfrage hervorgeht, ist das Thema "Geld sparen" für 48 Prozent der Befragten in der Corona-Pandemie wichtiger geworden. Am ehesten parken die Deutschen ihr Geld aber klassisch auf dem Sparbuch bzw. in der Spardose (25,2 Prozent), dicht gefolgt vom Tagesgeldkonto (24,8 Prozent). Dahinter folgen mit je 14,0 Prozent der Bausparvertrag und Altersvorsorgeprodukte. Weiter dahinter liegen Festgeld und ETFs mit je 12,0 Prozent. Aktiensparpläne erreichen lediglich 10,0 Prozent.

Kaufkraftverlust seit 2011: 176 Milliarden Euro

Gleich zu Beginn haben wir die seit langem niedrigen Zinsen erwähnt. Nachfolgend wollen wir uns den prognostizierten Kaufkraftverlust für 2020 anschauen: Bis August 2020 haben Sparer bereits real einen Zinsverlust von 11,74 Milliarden Eruo erlitten. Insgesamt wird sich dieser Wert auch bis Jahresende kaum deutlich verändern - die niedrige Inflation bremst den weiteren Verfall leicht. Betrachtet man den Zeitraum seit 2011, ergibt sich indes ein Kaufkraftverlust von insgesamt mehr als 176 Milliarden Euro, wodurch jeder Bundesbürger ca. 2.100 Euro an Kaufkraft verloren hat.

Bedienhinweis: Einzelne Datenreihen lassen sich durch Klick auf die betreffende Überschrift aus- und wieder einblenden.

Quellen:

Tagesgeldzinsen berechnen

Info: Statistiken
Weitere Statistiken und Informationen zum Risikolosen Zinssatz, Zinsentwicklung, Geldvermögen, Sparvolumen u. v. m. finden Sie unter hier »

Wege aus dem Dilemma

Was können Anleger in der derzeitigen Situation tun, um doch noch eine positive Rendite mit ihrem Kapital zu erwirtschaften? Wir stellen Ihnen ein paar Wege vor.

Unsere Empfehlung: 12-Monats-Festgeld als Zins-Alternative zum Tagesgeld

Als zinsstärkere Alternative zum Tagesgeld können wir eine 12-monatige Festgeldanlage empfehlen. Sie kombiniert einen überschaubaren Anlagezeitraum mit einem Zinssatz, der deutlich höher als beim Tagesgeld ausfällt und für die gesamte Dauer der Laufzeit festgeschrieben ist. Sie möchten zudem eine optimale Sicherheit für Ihre Einlage? Dann bietet sich zum Beispiel das Festgeld der Ferratum Bank aus Malta an, einem Land mit A+-Rating (Fitch). Der Sparer erhält hier solide 0,81 Prozent Zinsen pro Jahr für die 12-monatige Anlage.

Unsere aktuellen Empfehlungen

  • TippFestgeld 6 Monate

    • 0,50% p.a. bis 100.000 Euro
    • AA Rating Belgien + bis 100€ Bonus
  • TippFestgeld 12 Monate

    • 0,56% p.a. bis 100.000 Euro
    • AAA Rating Schweden
  • TippFestgeld 24 Monate

    • 1,20% p.a. bis 100.000 Euro
    • AA Rating Tschechien

Rendite dank der Leiterstrategie

Wer eine größere Summe in Form von Festgeld anlegen möchte und steigende Zinsen erwartet, für den kann die sogenannte Leiterstrategie aus dem Anleihebereich eine sehr gute Möglichkeit zum Optimieren der Rendite darstellen. Sie wird auch als „Treppensparen“ bezeichnet. Hierbei teilt der Anleger sein Sparkapital auf und legt dieses in Form mehrerer Laufzeiten an. Stehen beispielsweise 100.000 Euro zur Verfügung, kann das Kapital auf fünf Konten mit Laufzeiten jeweils zwischen einem und fünf Jahren aufgeteilt werden. Läuft die erste Festgeldanlage aus, wird das Kapital erneut angelegt, idealerweise zur längsten Laufzeit. So steigert sich die Rendite nach und nach, und der Sparer kann vom Zinseszinseffekt optimal profitieren. Ausführliche Infos zu den verschiedenen Strategien für Kapitalanlagen finden Sie auf folgender Seite: https://www.tagesgeldvergleich.net/ratgeber/anlagestrategie.html

Eine gute Alternative: Die Aktienanlage mittels ETF-Sparplan

Wenn Sie langfristig etwas für Ihr Vermögen tun wollen, müssen Sie bereit sein, etwas mehr Risiko einzugehen. Die Renditeaussichten verbessern sich exorbitant, wenn beispielsweise in einen ETF-Sparplan investiert wird. ETFs stellen eine besondere Art von Fonds dar (Exchange Traded Funds), die ohne aktives Management auskommen und stattdessen passiv einen Index nachbilden. Das macht sie kostengünstig. Bereits ab 25 Euro im Monat kann der Anleger hier regelmäßig sparen und trotzdem gute Renditen erzielen.

ETF-Sparpläne - Konditionen im Vergleich

Gewünschter Sparbetrag
Anbieter Kosten je Sparbetrag Mindest-
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1822direkt Logo 2.95 € 50 € 850 1 50 % Order-Rabatt. weiter
Sparkassen Broker Logo 2.50 € 50 € 600 1, 2, 3, 6 Deka ETFs und 50 DWS ETFs ohen Orderentgelt. weiter
ING-DiBa Logo 1.75 € 50 € 715 1, 2, 3 150 gebührenfreie ETF-Sparpläne. weiter
flatex Logo 1.50 € 50 € 1000 1, 3, 6, 12 Über 250 ETF-Sparpläne ohne Ordergebühr. weiter
DKB Logo 1.50 € 50 € 670 1,2,3 119 ETFs für nur 0,49 Euro je Sparplan-Ausführung. weiter
Consorsbank Logo 1.50 € 25 € 463 1, 2, 3, 6 20 Euro Praemie für ersten Sparplan + Mehr als 270 ETFs gebührenfrei handelbar. weiter
comdirect Logo 1.50 € 25 € 626 1, 2, 3 135 ETFs ohne Orderentgelt. Entfall Depotgebühren dauerhaft bei Sparplan-Ausführung. weiter
FondsDiscount.de Logo 1.50 € 25 € (* Depot comdirect) 626 (* Depot comdirect) 1, 2, 3 (* Depot comdirect) Keine Depotgebühren (* Depot comdirect). weiter
OnVista Bank Logo 1.00 € 50 € 149 1, 3 Dauerhaft 1,00 € pro Sparplan-Ausführung. weiter
Scalable Broker Logo 0.99 € 50 € 1.300 1 Dauerhaft 1 Sparplan gebührenfrei. Altenative: Handels-Flatrate von 2,99 Euro im Monat. weiter
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FondsSuperMarkt Logo 0.44 € 10 € (*Depot ebase) 408 (*Depot ebase) 1, 3, 6, 12 (*Depot ebase) Bis zu 4.000 Euro bei Depotwechsel. weiter
 

Stand der Daten: 03.12.2020

Bei ETF-Sparplänen kommt ein zusätzlicher Aspekt zum Tragen: Wie wir bereits auf unserem Schwestertportal Brokervergleich.de berichteten, schaffte die Deutsche Börse die Transaktionsgebühren bei ETF-Sparplänen ab. Seit 2019 werden im elektronischen Handelssystem Xetra keine Transaktionsentgelte mehr bei der Ausführung von ETF-Sparplänen erhoben. Detaillierte Infos zu ETF-Sparplänen finden Sie in unserem ETF-Ratgeber »

Über die Auswirkungen von Corona auf das Interesse von an Aktien und ETFs berichteten die Kollegen hier.

Tipp: Sparpläne
Für Einsteiger und regelmäßige Sparer. Monatlich Geld in einem ETF- oder Fondssparplan anlegen. Mehr Infos dazu finden sich hier »

Automatisiert in Aktien und Fonds anlegen: Robo Advisor

Was tun, wenn man keine Ahnung vom Aufbau eines Portfolios hat und trotzdem in Aktien, Anleihen und Fonds investieren möchte? Die Lösung heißt Robo-Advisor! Diese digitalen Vermögensverwalter nutzen Algorithmen und mathematische Modelle, nach denen das Kapital automatisiert angelegt wird, zum Beispiel in ETFs oder auch in aktiv gemanagte Fonds. Auch hier gibt es die Möglichkeit, per Einmalanlage oder in Form eines Sparplans zu investieren. Die Renditen sind verlockend, die Risiken kann der Sparer bei den meisten Anbietern selbst in Form mehrerer Risikoklassen, die zur Auswahl stehen, abstecken. Alles weitere zu diesem Thema erfahren Sie in unserem Ratgeber:

Fazit: Die Alternativen sind da, nutzen Sie sie!

Wie wir gesehen haben, gibt es durchaus Alternativen zum Sparbuch und zur Tagesgeldanlage, die mit deutlich höheren Renditen locken. Während beim Festgeld Risiken so gut wie ausgeschlossen sind, muss der Sparer bei ETFs und Robo Advisor etwas risikofreudiger sein. Dank dieser Auswahl dürfte sich für jeden das passende Modell finden.

Übersicht: Die besten Zinsen für Sparer

So sieht die Lage derzeit aus. In unserer Übersicht finden Sparer die aktuell besten Zinsen für verschiedene Anlagen und den jeweiligen Durchschnittszins.

P2P-Kredite

bis zu
9,70% p.a.

Durchschnittszins
9,70% p.a.
von 11 Angeboten

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Immobilien-Crowdinvesting

bis zu
7,75% p.a.

Durchschnittszins
6,05% p.a.
von 28 Angeboten

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Festgeld (EUR) 120 Monate

bis zu
1,80% p.a.

Durchschnittszins
0,83% p.a.
von 21 Angeboten

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Festgeld (EUR) 60 Monate

bis zu
1,50% p.a.

Durchschnittszins
0,73% p.a.
von 76 Angeboten

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Festgeld (USD) 12 Monate

bis zu
1,50% p.a.

Durchschnittszins
1,13% p.a.
von 5 Angeboten

Zum Vergleich ▶

Festgeld (EUR) 36 Monate

bis zu
1,40% p.a.

Durchschnittszins
0,61% p.a.
von 100 Angeboten

Zum Vergleich ▶

Festgeld (EUR) 24 Monate

bis zu
1,30% p.a.

Durchschnittszins
0,54% p.a.
von 115 Angeboten

Zum Vergleich ▶

Festgeld (EUR) 12 Monate

bis zu
1,00% p.a.

Durchschnittszins
0,42% p.a.
von 137 Angeboten

Zum Vergleich ▶

Festgeld (EUR) 6 Monate

bis zu
0,67% p.a.

Durchschnittszins
0,25% p.a.
von 83 Angeboten

Zum Vergleich ▶

Tagesgeld

bis zu
0,50% p.a.

Durchschnittszins
0,11% p.a.
von 91 Angeboten

Zum Vergleich ▶

Sparbuch

bis zu
0,50% p.a.

Durchschnittszins
0,05% p.a.
von 56 Angeboten

Zum Vergleich ▶

Pressekontakt:

Mario Hess
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: mario.hess@franke-media.net
Tel.: 0341/ 24 39 95 00
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