ETF-Sparplan-Vergleich

ETFs sind eine besondere Art von Fonds, sogenannte Exchange Traded Funds. Anders als bei aktiv gemanagte Fonds gibt es bei ihnen keinen Fondsmanager, der versucht, die Entwicklung des Fonds zu steuern. Stattdessen bilden ETFs passiv einen Index nach. Das macht sie sehr kostengünstig, weshalb sie sich besonders gut für Sparpläne eignen.

Ihre Vorteile bei ETF-Sparplänen

  • Regelmäßig sparen - bereits ab 25,- Euro im Monat
  • Chance auf hohe Rendite
  • Geringe Kosten im Vergleich zu Fonds
  • Cost-Average-Effekt

ETF-Sparpläne - Konditionen im Vergleich

Gewünschter Sparbetrag
Anbieter Kosten je Sparbetrag Mindest-
sparrate
Anzahl
ETFs
Sparintervalle
(Monate)
Bonus zum Angebot
1822direkt Logo 2.95 € 50 € 85 1 100 € Prämie und 50 % Order-Rabatt weiter
maxblue Logo 2.70 € 50 € 130 1, 2, 3, 6, 12 bis zu 2.500 € Prämie bei Depotwechsel weiter
flatex Logo 1.50 € 50 754 1, 3, 6, 12 weiter
DKB Logo 1.50 € 50 € 96 1,2,3 weiter
Sparkassen Broker Logo 1.25 € 50 € 600 1, 2, 3, 6 weiter
ING-DiBa Logo 0.88 € 50 € 34 1, 2, 3 75 EUR für Neukunden. weiter
Consorsbank Logo 0.75 € 25 € 238 1, 2, 3, 6 25 Euro für ersten Sparplan weiter
comdirect Logo 0.75 € 25 € 234 1, 2, 3 keine Depotgebühren für 3 Jahre weiter
FondsSuperMarkt Logo 0.22 € 10 € (*Depot ebase) 406 (*Depot ebase) 1, 3, 6, 12 (*Depot ebase) Bis zu 4.000 Eur bei Depotwechsel weiter
finvesto Logo 0.22 € 10 € 408 1, 3, 6, 12 weiter
wüstenrot Logo 0.21 € 25 € 350 1, 3 , 6, 12 Bis 250 EUR Wechselbonus weiter
OnVista Bank Logo 0.00 € 50 € 86 1, 3 150 EUR bei Depotübertrag weiter
 

Stand der Daten: 14.12.2018

Wie investiere ich in einen ETF-Sparplan?

Schritt 1: Ein Depot muss her!

ETFs sind Wertpapiere. Wie bei anderen Wertpapieren auch, brauchen Sie ein Depot, bevor sie einen Sparplan einrichten können. Broker, die mit guten Konditionen für ETF-Sparpläne, finden Sie in unserem Vergleich oben. Ein Klick auf „weiter“ hinter Ihrem gewünschten Anbieter, führt Sie zum Depotantrag. Sind Sie den Anweisungen gefolgt und haben alle Voraussetzungen erfüllt, steht Ihnen Ihr neues Depot offen.

Schritt 2: Das Verrechnungskonto will gefüllt sein

Haben Sie noch kein anderes Konto bei dem Broker, wird mit dem Depot ein Verrechnungskonto eröffnet. Hierauf können Sie das Geld einzahlen, das künftig in den Sparplan fließen soll. Dort liegt es sicher. Der Sparplan startet erst, wenn Sie Ihn nach Ihren Wünschen eingerichtet haben.

Schritt 3: Welcher ETF soll es sein?

ETFs sind beliebte Wertpapiere. Darum wundert es nicht, dass Ihre Zahl stetig zunimmt. Unser Vergleich zeigt, bei welchem Anbieter Sie für wie viele ETFs Sparpläne einrichten können. Auf den Seiten des jeweiligen Anbieters finden Sie dann mehr Informationen zum Angebot. Lassen Sie sich bei der Auswahl Zeit. Der ETF-Sparplan soll zu Ihren Wünschen und Zielen passen.

Schritt 4: Der Sparplan nach den eigenen Vorstellungen

Im letzten Schritt richten Sie den Sparplan nach Ihren Wünschen ein. Das ist mit wenigen Klicks erledigt. Sie bestimmen das Intervall und die Höhe der Rate. Außerdem setzen Sie einen Zeitpunkt fest, zu dem es losgehen soll – auch ein Termin, an dem zum letzten Mal in den Sparplan eingezahlt werden soll, kann gewählt werden. Der Auftrag wird zumeist mit einer TAN bestätigt. Dann geht es los.

Robo Advisor nehmen Ihnen die Auswahl der ETFs ab

Bei den oben genannten Schritten zur Eröffnung eines ETF-Sparplanes ist die Auswahl des oder der Fonds der schwierigste Part für viele Anleger. Welche ETFs soll ich kaufen? Welche ETFs passen zu meiner Anlagestrategie? Wie sieht meine Anlagestrategie überhaupt aus? Wer diese Fragen nicht selber beantworten möchte oder kann, dem empfehlen wir ein Depot bei einem Robo Advisor. Diese Online-Anlageberater stellen Ihnen anhand weniger Fragen geeignete Portfolios aus ETFs und/oder aktiv gemanagten Fonds vor, in die Sie dann investieren können - auch als Sparplan und meist auch mit aktivem Risikomanagement. Welche Anbieter es am deutschen Markt gibt, zeigt unser Vergleich:

Zum Robo-Advisor-Vergleich »

Wie funktioniert ein ETF

Funktionsweise am Beispiel eines ETFs zum DAX

Ein DAX-30-ETF zum bildet den Deutschen Aktien Index DAX nach. Fällt der Kurs des zugrundeliegenden Index, fällt der Kurs des ETF mit ihm. Steigt der Kurs, steigt der Kurs des ETF mit ihm. Durch die Investition in den Index wird das Vermögen auf die 30 Unternehmen im DAX gestreut. Ein ETF auf den MSCI World spiegelt sogar die Entwicklung von Aktien aus 23 Ländern wider. Die Streuung senkt das Risiko, sollte sich eine der Aktien negativ entwickeln.

Worauf sollte ich bei einem ETF-Sparplan achten?

Kosten rund um ETF-Sparpläne

Zunächst können bei ETFs Kosten für das Depot entstehen. Manche Anbieter verzichten darauf, bei anderen wird eine geringe monatliche Gebühr fällig. Des Weiteren gibt es mit jedem Kauf Ordergebühren. Dabei kann es sich um einen Fixpreis handeln oder eine prozentuale Gebühr. Wie hoch die Kosten für Sparraten von 50, 100, 250 und 500 Euro sind, erfahren Sie mit einem Klick auf das jeweilige Feld in unserer Tabelle.

Zuletzt gibt es auch noch regelmäßige Kosten für die Verwaltung des ETF. Da es bei ETFs keinen Fondsmanager gibt, fallen diese im Vergleich jedoch sehr gering aus. Achten Sie bei der Auswahl des ETF dennoch auf die Höhe der Gesamtkostenquote, auch Total Expense Ratio (TER) genannt. Je höher sie ist, desto stärker drückt sie die Rendite.

Voll replizierende und synthetische ETFs

Die drei Arten, wie ETFs einen Index nachbilden

Außerdem gibt es verschieden Arten von ETFs: vollreplizierende, teilreplizierende und synthetische bzw. Swap-basierte ETFs. Erstere versuchen, den zugrundeliegenden Index exakt zu kopieren. Das heißt, es wird in genau die Werte investiert, die im Index vorhanden sind.

Teilreplizierende ETFs beschränken sich auf eine Auswahl der Wertpapiere im Index.

Synthetische bzw. Swap-basierte ETFs bilden einen Index hingegen indirekt nach. Das Geld wird in einen Wertpapierkorb investiert, in dem sich auch andere Werte befinden als im Index. Alle Methoden haben ihre Vorzüge, es lässt sich kein allgemeines Urteil fällen, welche die bessere ist.

Die Core-Satellite-Strategie

Bei Anlegern, die in mehrere ETFs investieren, ist die Core-Satellite-Strategie beliebt. Dabei wird im Kern in risikoarme ETFs wie den DAX oder den MSCI World investiert. Um den Kern kreisen kleinere und riskantere Satelliten beispielsweise aus dem Bereich Biotechnologie. So ergibt sich eine renditestarke und zugleich gut abgesicherte Mischung.

Core-Satellite-Strategie bei ETF-Sparplänen

Welche Vorteile haben ETF-Sparpläne?

Geringe Kosten für Anleger

ETFs bilden einen Index wie den DAX nach. Aufgrund dieser passiven Methode, benötigen sie keinen Fondsmanager, der sie aktiv verwaltet. Das spart Verwaltungskosten. Darum sind ETFs im Vergleich zu klassischen Fonds deutlich günstiger.

Hohe Renditen

Die geringen Kosten sind ein Grund – wenn auch nicht der einzige – für die guten Renditen, die mit ETFs erzielt werden können. Einige Experten vertreten den Standpunkt, dass kein Fondsmanager auf Dauer den Markt schlagen kann. Stimmt das, spricht es für die ETFs. Denn sie versuchen den Markt nicht zu schlagen, sondern abzubilden und so hohe Rendite zu erzielen.

Weltweite Investitionen möglich

Mit ETF-Sparplänen investieren Sie nie nur in einen einzelnen Wert, sondern immer in ein Portfolio mit mehreren Werten. Ein ETF auf den MSCI World legt beispielsweise in Firmen auf der ganzen Welt an. Das sorgt für breite Streuung. Und eine breite Streuung vermindert des Risiko von Verlusten für Anleger.

Womöglich sind ETFs auch darum so beliebt bei Anlegern. Folgendes Chart zeigt das ETF-Anlagevolumen von Privatanlegern in Deutschland:

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Quellen:

  • Extra-Funds.de

Welchen Einfluss haben laufende Kosten auf die Nettorendite?

Die laufenden Kosten einer Kapitalanlage werden oft unterschätzt. Wer bei der Wahl seines Brokers auf die Ordergebühren achten, um dann beim günstigsten Broker z.B. ETFs mit hohen laufenden Kosten zu kaufen, tut sich selbst keinen Gefallen.

Das zeigt unser nachfolgendes Beispiel für drei ETFs mit identischem angenommenen Kurszuwachs pro Jahr. Über 3.000 Euro Mehrertrag hätte ein ETF mit nur 0,30 Prozent laufenden Kosten pro Jahr gegenüber einem ETF mit 0,60 Prozent laufenden Kosten pro Jahr. Gegenüber einem ETF mit 1,00 Prozent laufenden Kosten beträgt der Vorsprung bei der Nettorendite nach 30 Jahren sogar mehr als 7.000 Euro. Dagegen fallen fünf oder zehn Euro höhere Ordergebühren nicht wirklich ins Gewicht.

Auswirkungen der laufenden Kosten auf die Rendite eines ETFs

Annahmen:

  • 10.000 Euro Einmalanlage
  • 30 Jahre Laufzeit
  • 5,00 Prozent Kurszuwachs pro Jahr

Nettorendite nach laufenden Kosten:

Jahr Kurszuwachs pro Jahr ETF A ETF B ETF C
0,30% Gebühren pro Jahr 0,60% Gebühren pro Jahr 1,00% Gebühren pro Jahr
1 5,00% 10.470,00 10.440,00 10.400,00
2 5,00% 10.962,09 10.899,36 10.816,00
3 5,00% 11.477,31 11.378,93 11.248,64
4 5,00% 12.016,74 11.879,60 11.698,59
5 5,00% 12.581,53 12.402,31 12.166,53
6 5,00% 13.172,86 12.948,01 12.653,19
7 5,00% 13.791,98 13.517,72 13.159,32
8 5,00% 14.440,21 14.112,50 13.685,69
9 5,00% 15.118,90 14.733,45 14.233,12
10 5,00% 15.829,49 15.381,72 14.802,44
11 5,00% 16.573,47 16.058,52 15.394,54
12 5,00% 17.352,43 16.765,09 16.010,32
13 5,00% 18.167,99 17.502,76 16.650,74
14 5,00% 19.021,88 18.272,88 17.316,76
15 5,00% 19.915,91 19.076,89 18.009,44
16 5,00% 20.851,96 19.916,27 18.729,81
17 5,00% 21.832,00 20.792,58 19.479,00
18 5,00% 22.858,11 21.707,46 20.258,17
19 5,00% 23.932,44 22.662,59 21.068,49
20 5,00% 25.057,26 23.659,74 21.911,23
21 5,00% 26.234,95 24.700,77 22.787,68
22 5,00% 27.468,00 25.787,60 23.699,19
23 5,00% 28.758,99 26.922,26 24.647,16
24 5,00% 30.110,67 28.106,84 25.633,04
25 5,00% 31.525,87 29.343,54 26.658,36
26 5,00% 33.007,58 30.634,65 27.724,70
27 5,00% 34.558,94 31.982,58 28.833,69
28 5,00% 36.183,21 33.389,81 29.987,03
29 5,00% 37.883,82 34.858,96 31.186,51
30 5,00% 39.664,36 36.392,76 32.433,98
Mehrrendite gegenüber ETF mit höchsten laufenden Kosten 7.230,38 3.958,78  
22,29% 12,21%  
Infografik zur Wirkung laufender Kosten auf die Nettorendite von ETFs
Quelle: eigene Berechnungen

Achten Sie als Anleger daher nicht nur auf die Ordergebühren ihres Brokers, sondern vor allem auf die laufenden Kosten ihrer ETFs!

Kaum Arbeit für Anleger

Ein ETF-Sparplan ist schnell angelegt. Haben Sie sich entschieden, wie hoch die Rate sein und in welchem Intervall sie angelegt werden soll, haben Sie keine Arbeit mehr mit dem ETF-Sparplan. Nach der Einrichtung wird er automatisch ausgeführt.

Jederzeit kündbar

ETF-Sparpläne sind außerdem jederzeit kündbar. Das macht sie im Vergleich zu Festgeldkonten sehr flexibel.

Der Cost-Average-Effekt bei ETF-Sparplänen

Bei ETF-Sparplänen tritt ein Cost-Average-Effekt auf. Aufgrund der Kursschwankungen des ETF werden dessen Anteile zu einem Mittelwert gekauft. Das kann zur Folge haben, dass die Anteile zu einem günstigeren Preis erworben werden als bei einer Einmalanlage.

Welchen ETF kaufen?

ETF ist nicht gleich ETF. Wer sich beispielweise für einen ETF entschieden hat, der den MSCI World nachbildet, für den bleibt weiterhin die Frage, für wechen ETF er sich entscheiden soll. Einen ETF auf den MSCI World gibt es von iShares, db X-trackers, UBS – um nur einige Anbieter zu nennen. Die folgenden Punkte sollen eine Hilfestellung bei der Auswahl geben:

Wie viel Vermögen verwaltet der ETF?

Gerade, wer in einen breit gestreuten ETF wie den MSCI World mit vielen Werten investieren will, sollte auf das Volumen des ETFs achten. Mindestens 500 Millionen Dollar sollten es schon sein. Je kleiner der ETF, desto stärker fallen die Kosten, die dem Anbieter beim Kauf der Werte entstehen, ins Gewicht. Auch Fixkosten und beispielsweise Gebühren für das Verwahren der Wertpapiere können große ETFs besser kompensieren als kleine.

Kleine ETFs greifen darum zum Teil auf das Mittel zurück, nur eine Auswahl der im ETF enthaltenen Werte zu kaufen. Dadurch steigt das Risiko, dass der ETF von der Entwicklung des zugrundeliegenden Index abweicht.

Werden die Wertpapiere verliehen?

Wertpapiere zu verleihen, ist bei ETFs nicht unüblich. ETF verleihen dabei die von ihnen erworbenen Wertpapiere an Dritte. Für die ETFs ist das eine zusätzliche Einnahmequelle, denn sie erhalten Geld von denjenigen, an die sie die Wertpapiere geliehen haben. Dadurch senken sich die Kosten des ETFs, was gut für die Rendite ist.

Das Verleihen von Wertpapieren steht jedoch in der Kritik, weil…

  • es dafür genutzt wird, auf fallende Kurse zu setzen.
  • die Erträge nur teilweise an die Anleger weitergegeben werden.
  • die Gefahr besteht, dass der Verleiher die Wertpapiere nicht zurückerhält.

Aus diesen Gründen gibt es auch ETFs, die auf das Verleihen von Wertpapieren verzichten. Dadurch steigen für die Anleger wiederum die Kosten.

Wie hoch sind die Transaktionsgebühren?

Je höher die Transaktionskosten eines ETFs, desto mehr leidet die Rendite. Transaktionskosten fallen an, wenn Werte im zugrundeliegenden Index ausgetauscht wurden und darum auch im ETF ausgetauscht werden müssen. Sie fallen aber beispielweise auch an, wenn eine Dividende ausgeschüttet wurde und diese auf Positionen im Index verteilt werden muss.

Welche Gesamtkosten fallen an?

Die Transaktionskosten sind in der Total Expense Ratio eines ETFs nicht enthalten. Auch Steuern tauchen dort nicht auf. Darum genügt ein Blick auf die TER beim Vergleich verschiedener ETFs nicht. Es sollte in jedem Fall auch die Wertentwicklung des ETFs betrachtet werden. Dort sind alle Kosten enthalten und die Chancen stehen gut, dass ein ETF, dessen Wertentwicklung die des zugrundeliegenden Index gut nachbildet, die Wertentwicklung auch in Zukunft gut nachbilden wird.

Zum Vergleich kann der Börsenkurs genommen werden oder der Nettoinventarwert. Ein Vergleich der Nettoinventarwerte ist akkurater, aber auch aufwändiger, da die Daten von den jeweiligen Seiten der Anbieter besorgt werden müssen.

Welche Rabatte gibt es?

Zusätzlich sparen können Anleger, wenn sie auf Rabattaktionen achten. Manche Broker bieten eine Auswahl an ETFs an, die sich im Sparplan besonders günstig erwerben lassen. Teils entstehen beim Kauf gar keine Kosten.