Risikoklassen von Geldanlagen

Welche Risikoklassen gibt es?

Die vielen am Finanzmarkt angebotenen Geldanlagen lassen sich nach diversen Kriterien unterscheiden. Ein sehr hilfreiches Kriterium ist das Risiko der jeweiligen Anlage, denn so kann der Anleger abschätzen, ob das Produkt für ihn geeignet ist.

Bei Geldanlagen werden sieben verschiedene Risikoklassen unterschieden, in die sich praktisch alle Anlageformen eingruppieren lassen. Die Risikoklassen werden mitunter auch als Anlageklassen bezeichnet.

Infografik: Die sieben Risikoklassen der Geldanlage

Risikoklasse 1 – Sicherheit

Die Finanzprodukte aus der Risikoklasse 1 sind für alle Anleger bestens geeignet, die sehr sicherheitsorientiert sind und mit der Anlage möglichst kein Risiko eingehen möchten. Der Erhalt sowie die Sicherung des Kapitals im Verbund mit einem garantierten Ertrag steht bei diesen Produkten eindeutig im Vordergrund.

In die Risikoklasse 1 werden Sparbriefe, Tagesgeldkonten, kurzfristige Festgeldkonten, Bausparverträge und europäische Geldmarktfonds eingeordnet. All diese Geldanlagen weisen ein sehr geringes Risiko auf und die drei Finanzprodukte Sparbriefe, Termingelder und Tagesgelder besitzen in gewissen Grenzen nicht einmal ein Emittentenrisiko, da sie durch die Einlagensicherung geschützt sind.

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Risikoklasse 2 – Sicherheitsorientiert

Auch die Produkte der Risikoklasse 2 sind durchaus für sicherheitsorientierte Anleger geeignet, auch wenn das Risiko teilweise bereits etwas höher als bei den Anlageformen der Risikoklasse 1 ist.

So fallen in den Bereich der Anlageklasse 2 Rentenfonds mit ausgezeichneter Bonität. Das können solche sein, die in Bundesanleihen investieren. Außerdem fallen herkömmliche Kapitallebensversicherungen mit Kapitalzins in die Risikoklasse 2.

Risikoklasse 3 – Konservativ sicherheitsorientiert

Die Geldanlagen aus der Risikoklasse 3 bergen ein höheres Risiko als diejenigen aus Risikoklasse 2, sie eignen sich jedoch weiterhin für Anleger, denen Sicherheit ein hohes Bedürfnis ist. Beispiele hierfür sind festverzinsliche Wertpapiere, Euro-Anleihen mit guter Bonität und Mischfonds. Der größte Teil dieser Produkte hat das Emittentenrisiko als einziges mögliches Risiko.

Risikoklasse 4 – Solide Ertragsorientiert

Die Geldanlagen, die in die Risikoklasse 4 eingeordnet werden, sind bereits nicht mehr für vorrangig sicherheitsorientierte Anleger geeignet. Vielmehr sind diese Anlageformen für Anleger, die eine "gute" Mischung aus Sicherheit und Rendite haben möchten. Diese Anleger sind also dazu bereit, in der Erwartung einer höheren Rendite auch ein mittleres Anlagerisiko in Kauf zu nehmen.

In die Risikoklasse 4 fallen vorrangig die folgenden Finanzprodukte: Aktien, Aktienfonds und ETFs mit soliden europäischen Standardwerten. Bei diesen Produkten kommt oftmals zum möglichen Emittentenrisiko auch noch ein Ertrags-, Kurs- oder/und ein Währungsrisiko hinzu.

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Risikoklasse 5 – Konservativ Wachstumsorientiert

Die Geldanlagen in der Risikoklasse 5 eignen sich kaum mehr für Anleger, die auf Sicherheit Wert legen. Vielmehr müssen die Anleger bereits eine recht hohe Risikobereitschaft mitbringen und auch Verluste in Kauf nehmen können. Die überdurchschnittliche Rendite ist das Hauptziel, wenn in solche Produkte investiert wird.

Eingeordnet in diese Anlageklasse 5 werden OTC Aktien, Aktien aus Drittländern, Währungsanleihen mittlerer Bonität und Hochzins Staatsanleihen.

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Risikoklasse 6 – Wachstumsorientiert/spekulativ

Die Anlageprodukte aus der Risikoklasse V (höchste Risikostufe) sind nur für spekulativ eingestellte Anleger geeignet. Die erhoffte hohe Rendite kann hier sogar auf Kosten eines Totalverlustes gehen.

In diese Risikoklasse mit dem zweithöchsten Anlagerisiko fallen Optionsscheine, Futures, Optionen, Junk Anleihen und Dividendenfonds.

Risikoklasse 7 – Extrem spekulativ

Noch spekulativer wird es in Risikoklasse 7. Für Geldanlagen dieser Anlageklasse gilt das höchste Risiko. Sie kommen lediglich für Anleger mit sehr viel Erfahrung in Betracht.

In die Risikoklasse 7 fallen Hedgefonds, Drittländerfonds und Branchenfonds.

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Was ist die Exter-Pyramide?

Eine weitere Hilfe, um das Risiko einer Anlageklasse einzuschätzen, ist die Exter-Pyramide. Die inverse Pyramide wurde vom US-Ökonomen John Exter entworfen. Je weiter oben die Anlageklasse, desto höher ist die potenziell mögliche Rendite, desto schwieriger ist aber die Veräußerung zu einem vernünftigen Preis und umgekehrt.

Infografik zur Exter-Pyramide

Ein besonders hohes Risiko bergen demnach Kunst, Weine und unbesicherte Pensionsansprüche. Es folgen Rohstoffe, Anteile an nicht börsenorientierten Unternehmen und Immobilien. Zwar kann mit all diesen Anlagen in Zeiten wirtschaftlichen Wachstums eine hohe Rendite erzielt werden, doch bei schwächelnder Wirtschaft wird es schwer, einen Markt dafür zu finden.

Im mittleren Bereich der Pyramide finden sich Unternehmensanleihen und Aktien. Anschließend führt Exter Staatsanleihen auf. Für diese Geldanlagen gilt ein mittleres Risiko bei mittlerer Rendite und mittlerer Liquidität.

Am unteren Ende ist Papiergeld sowie an der Spitze Gold. Diese gelten als sichere Häfen. Besonders Gold hat sich in Krisenzeiten bewährt.

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