Tagesgeldkonto für Selbständige

Lohnt sich Tagesgeld auch für Selbstständige, Freiberufler oder Unternehmen?

Nicht nur für Privatanleger sind Tagesgeldkonten als sichere und zugleich jederzeit verfügbare Sparanlage geeignet. Auch Selbständige, Freiberufler, Vereine und Unternehmen können von den Zinsen profitieren, die auf einem Tagesgeldkonto angelegtes Geld abwirft. Das ganze ist hier besonders unter den Aspekten der Anlage überschüssiger Liquidität oder dem Aufbau einer Steuerrücklage interessant.

Im Unterschied zu Privatpersonen müssen Unternehmen, Vereine und Selbstständige allerdings auf reinrassige Tagesgeldkonten zurückgreifen. Die in unserem Tagesgeld-Vergleich vorgestellten Kombinationen aus Girokonto und Tagesgeldkonto wie etwa das Netbank Girokonto oder das DKB Girokonto kommen für sie nicht in Frage, da sich diese Angebote ausschließlich an Privatpersonen richten.

Eine Ausnahme macht das DKB Girokonto, welches auch von Freiberuflern bestimmter Berufsgruppen genutzt werden kann (eine Übersicht dieser Berufsgruppen finden Sie auf der folgenden Seite: DKB Cash). Aber auch die Mercedes Benz Bank bietet ein Tagesgeldkonto für Firmenkunden an.

In unserem Firmentagesgeld-Vergleich stellen wir Ihnen ausgewählte Tagesgeldkonten für Unternehmen vor:

Wie sehr sich die Nutzung eines Firmen-Tagesgeldkontos lohnt, wollen wir Ihnen nachfolgend an einem Beispiel erklären:

Tagesgeldkonto zur Anlage überschüssiger Liquidität

Liquidität, welche vorübergehend nicht benötigt wird, bringt auf einem Tagesgeldkonto wesentlich mehr Zinsen ein, als auf dem Firmenkonto. Werden Guthaben auf letzteren oftmals nur mit 0,50 Prozent pro Jahr verzinst, erreichen die besten Angebote aus unserem Tagesgeld Vergleich 4,00 Prozent pro Jahr oder mehr. Lassen Sie uns die Vorteile einer solchen Vorgehensweise an einem Beispiel erklären:

Ein Unternehmen erhält aus einem längerfristigen Vertrag zur Mitte eines jeden Monats Einnahmen von 80.000 Euro. Davon werden 40.000 Euro sofort für den Ausgleich fälliger Forderungen und Verbindlichkeiten benötigt. Weitere 30.000 Euro werden am Ende des Monats für Lohn- und Gehaltszahlungen aufgewendet und 10.000 Euro verbleiben als Vorsteuergewinn auf dem Firmenkonto.

Jetzt lassen Sie uns dieses Beispiel einmal für zwei Fälle durchrechnen: im Fall A bleibt das Geld auf dem Firmenkonto und wird dort mit 0,50 Prozent pro Jahr verzinst, im Fall B hingegen wird die überschüssige Liquidität sofort auf einem Tagesgeldkonto zu 3,50 Prozent pro Jahr angelegt, wobei wir zwei Kalendertage für Ein- als auch für Auszahlungen veranschlagen. Die Zinserträge beider Fälle sehen wie folgt aus:

  • Fall A (Nutzung des Firmenkontos)
    Von den monatlich eingehenden 80.000 Euro werden 40.000 Euro sofort ausgegeben. Die 30.000 Euro, welche am Monatsende für Lohn- und Gehaltszahlungen benötigt werden, erbringen in den 14 Tagen jeweils 5,75 Euro an Zinsen. Die 10.000 Euro pro Monat, welche als Vorsteuergewinn im Unternehmen verbleiben, erwirtschaften am Jahresende Zinsen in Höhe von rund 325 Euro. Insgesamt bringt es diese Lösung damit auf Zinserträge von rund 394 Euro.
  • Fall B (Nutzung eines Tagesgeldkontos)
    Auch hier werden von den Mitte jedes Monats eingehenden Erlösen sofort 40.000 Euro für Forderungen und Verbindlichkeiten ausgegeben. Die 30.000 am Ende eines jeden Monats für Lohn- und Gehaltszahlungen benötigten Euro sowie die 10.000 jeden Monat als Vorsteuergewinn im Unternehmen verbleibenden Euro werden hingegen auf einem Tagesgeldkonto angelegt. Durch die Banklaufzeit von zwei Kalendertagen rechnen wir in unserem Beispiel mit monatlich zehn Tagen, die das für Lohnzahlungen benötigte Geld auf dem Tagesgeldkonto verzinst werden kann. Aufs Jahr hochgerechnet ergeben sich dann folgende Werte: rund 645 Euro Zinserträge für die 30.000 Euro pro Monat und 2.263 Euro für den Vorsteuergewinn, zusammen also Zinserträge von rund 2.907 Euro.

Durch den geschickten Einsatz eines Tagesgeldkontos im Unternehmen erhöht sich also der Vorsteuergewinn um 2.907 - 394 = 2.513 Euro oder anders ausgedrückt von 120.000 auf 122.513 Euro (den Zinseszinseffekt der Wiederanlage ausgeschütteter Zinsen haben wir hier einmal außer Acht gelassen). Sie sehen also, auch für Selbständige, Unternehmer oder Freiberufler lohnt sich ein Tagesgeldkonto. Entsprechende Angebote finden Sie auf unserer folgenden Seite: