Banken mit Strafzinsen im Detail - kompakt

Nachfolgend finden sich alle Banken mit negativen Zinsen für Privatkunden in der Übersicht sowie eine Auswahl der Banken mit Strafzinsen als Kurzbeschreibung (inkl. Minuszinsen für institutionelle Anbieter). Die Sortierung erfolgt anhand der Bundesländer.

Landkarte der Banken mit Strafzinsen für Privatkunden in Deutschland 2019
Landkarte der Banken mit Strafzinsen für Privatkunden in Deutschland - Stand: 07/2019

Übersicht über eine Auswahl der Banken mit Strafzinsen nach Bundesländern sortiert

Baden-Württemberg

Sparkasse Hanauerland

Die Sparkasse Hanauerland mit Hauptsitz in Kehl verlangt jetzt -0,40% Strafzinsen von Geschäftskunden ab einer Einlage von 500.000 Euro. Sparkassenchef Joachim Parthon erklärte bei der Bilanzpressekonferenz 2017 (Badische Zeitung, 08.03.2017), dass knapp 100 Geschäftskunden betroffen sind. Die Bilanz der Sparkasse Hanauerland zeigte für 2016 einen Zinsüberschuss von 17,9 Millionen Euro. Die Bilanzsumme lag bei 1,41 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,45 Mrd. Euro).

Volksbank Baden-Baden Rastatt eG

Auch bei der Volksbank Baden-Baden werden -0,40 % negative Zinsen berechnet - auf hohe Einlagen und individuell nach Einzelvereinbarung. Ein Blick auf die Zahlen und Fakten der Bank in Rastatt zeigt für 2015 eine Bilanzsumme von 2,046,7 Mrd. Euro. Die Volksbank Baden-Baden hat knapp 35.000 Mitglieder.

Sparkasse Offenburg/Ortenau

Volksbank Lahr

Die Volksbank Lahr ist eine Genossenschaftsbank mit 54.116 Mitgliedern (Stand: 31.12.2016) und 32 Geschäftsstellen in Baden-Württemberg. Im Rahmen der Bilanzpressekonferenz im Januar 2017 kündigte Vorstandschef Peter Rottenecker die Einführung eines Negativzinses für Unternehmen bzw. Kommunen an (siehe Badische Zeitung, 26.1.2017).

Bayern

V-Bank München

Für Beträge ab 500.000 Euro müssen Kunden der V-Bank München seit kurzem 0,40 % Minuszinsen zahlen. Das Finanzinstitut besteht seit 2007 und startete als erste Bank für Vermögensverwalter in Deutschland. Derzeit beschäftigt die V-Bank 61 Mitarbeiter. Die Bilanzsumme lag Ende 2015 bei 997,7 Mio. Euro.

Sparkasse Allgäu

Die Sparkasse Allgäu will ab Januar 2017 von Geschäftskunden und Kommunen 0,40 % Zinsen ab 250.000 Euro. Das in Kempten ansässige Finanzinstitut beschäftigt mehr als 1.000 Mitarbeiter und wies für das Geschäftsjahr 2015 eine Bilanzsumme von 4,474 Mrd. Euro aus.

Sparkasse Nürnberg

Die Sparkasse Nürnberg gehört hinsichtlich ihrer Bilanzzahlen zu den größten Sparkassen in Deutschland. Die Bilanzsumme betrug zuletzt 10,961 Mrd. Euro. Die Kundeneinlagen umfassten 8,65 Mrd. Euro (2,297 Mrd. Euro Spareinlagen). Nach aktuellen Angaben verlangt die Sparkasse Nürnberg derzeit ein "Verwahrentgelt" von -0,40 % von Geschäftskunden ab 1.000.000 Euro Einlagen.

Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen

Auch die Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen liegt in Bayern und verlangt inzwischen einen Strafzins von Kommunen und Geschäftskunden. Die Bilanzsumme der Bank betrug laut Geschäftsdaten von 2015 2,197 Mrd. Euro. Die Einlagen der Kunden betrugen 1,801 Mrd. Euro. (435 Mio. Euro Spareinlagen). Die Sparkasse beschäftigt ca. 483 Mitarbeiter.

Raiffeisenbank Isar-Loisachtal

Die Raiffeisenbank Isar-Loisachtal gehört zu den ältesten und traditionsreichsten Banken der Region rund um den Starnberger See. Seit Januar 2017 verlangt die Raiffeisenbank einen Strafzins von -0,40 % von Firmenkunden, sofern deren Einlage einen Freibetrag von 2 Konten à 200.000 Euro übersteigt. Die Bilanzsumme der Raiffeisenbank Isar-Loisachtal lag Ende 2015 bei 535 Mio. Euro. Das betreute Einlagenvolumen von Kunden bei 728 Mio. Euro. Die Raiffeisenbank hat derzeit rund 7.200 Mitglieder.

Sparkasse München Starnberg Ebersberg

"Bei unseren unternehmerischen Kunden haben wir begonnen, Verwahrentgelte für Neukunden auf Giro- und Geldmarktkonten einzuführen. Selbiges gilt für Bestandskunden mit besonders großvolumigen Einlagenveränderungen in den vergangenen Monaten", so eine Sprecherin der München Starnberg Ebersberg. Die Sparkasse verlangt generell ab dem 1. Februar 2017 Strafzinsen (was nicht alle Kommunen kommentarlos hinnehmen wollen). Die Kreissparkasse München besitzt rund 100 Sparkassenstellen (inkl. SB). Die Bilanzsumme betrug im Geschäftsjahr 2015 ca. 10,059 Mrd. Euro. An Spareinlagen wurden 1,623 Mrd. Euro verwaltet.

Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte eG

In Ingolstadt sitzt die Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte eG, die seit kurzem von Firmenkunden einen Strafzins von -0,40% verlangt, wenn diese mehr als 500.000 Euro auf dem Firmenkonto liegen haben - das berichtete der Donaukurier. Private Kunden will die Genossenschaftsbank weiterhin verschonen. Wie ebenfalls nachzulesen ist, lag das letzte Gesamtbetriebsergebnis bei 22,5 Mio. Euro. Die Bilanzsumme kletterte auf ca. 2,5 Milliarden Euro und die Eigenmittel stiegen auf 277 Millionen. Entsprechend beträgt die Gesamteigenkapitalquote 21 %.

Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee eG

Die Kunden der Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee eG müssen bei Spareinlagen bzw. Einlagen auf dem Girokonto derzeit 0,40 % Strafzinsen beachten. Diese sind seit August 2016 ab 100.000 Euro fällig. Ein Blick auf die Zahlen zeigt rund 2.655 Mitglieder und 34 Mitarbeiter (inkl. Azubis). Die Bilanzsumme betrug 2015 141,9 Mio. Euro, die Spareinlagen der Kunden hatten eine Höhe von 22,9 Mio. Euro.

Sparkasse München

Seit April 2017 berechnet die Stadtsparkasse München bei Firmenkunden ein Verwahrentgelt und reicht die Strafzinsen der EZB von -0,40 % weiter. Wer mehr als 250.000 Euro an kurzfristigen Einlagen vorhält, ist betroffen (siehe Handelsblatt. Die Stadtsparkasse der bayerischen Metropole gehört mit einer Bilanzsumme von über 17,6 Mrd. Euro zu den größten Sparkassen in Deutschland.

Kreissparkasse Augsburg

Die Kreissparkasse Augsburg verlangt ebenfalls Strafzinsen von Kommunen, jedoch erst ab einer Summe über eine Million Euro. Die Bilanzsumme der KSK Augsburg lag 2016 bei 3,522 Mrd. Euro. Die Kundeneinlagen bei 2,659 Mrd. Euro.

Berlin/Brandenburg

Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS)

Die Mittelbrandenburgische Sparkasse (MBS) verlangt ab 1. März 2017 von Neukunden aus dem Bereich institutioneller Anleger und von Großunternehmen einen Strafzins von 0,40% ab Einlagen von 500.000 Euro auf dem Konto. Dazu sieht sich die achtgrößte Sparkasse Deutschlands gewzungen. Die Bank verwaltete zuletzt rund 12,3 Milliarden Euro Kundeneinlagen. Das Betriebsergebnis lag bei 176 Millionen Euro. Privatkunden sind bisher nicht direkt betroffen. Lediglich das kostenfreie Girokonto gehört seit Jahresbeginn der Vergangenheit an.

Sparda-Bank Berlin

Nach Informationen der FAZ will die Sparda-Bank Berlin ab September 2017 alle Kunden, die auf einem Sparda Cash bzw. Sparda Cash Online-Konto mehr als 100.000 Euro parken, mit einem Strafzins von -0,40 % belasten. Laut der Bank sind ca. 1,00 % der Kunden betroffen. Die Sparda-Bank Berlin besitzt ca. 514.498 Mitglieder (Stand: 2015) und die Bilanzsumme betrug zuletzt 5,63 Milliarden Euro. Die Kernkapitalquote lag bei 14,20 %.

Hamburg

Hamburger Sparkasse (Haspa)

Wie das Hamburger Abendblatt berichtete, führt auch die Haspa für Firmenkunden mit hohen Einlagen einen Strafzins ein. Die Höhe des Verwahrentgeltes richtet sich auch nach dem individuellen Geschäftsumfang mit der Haspa. Privatkunden zahlen ab 1. September 2018 ab 500.000 Euro, Geschäftskunden ab 250.000 Euro. Die Hamburger Sparkasse ist die größte Sparkasse in Deutschland und verfügt über rund 5.000 Mitarbeiter. Die Bilanzsumme betruf Ende 2015 42,639 Milliarden Euro. Es wurden Kundengelder in Höhe von 31,627 Milliarden Euro betreut.

Hamburger Volksbank

Die Volksbank in Hamburg erhebt seit Anfang 2017 einen Strafzins von -0,20 % auf Einlagen von Privat- und Unternehmenskunden ab 500.000 Euro Einlage. Betroffen waren daher nur eine überschaubare Gruppe von ca. 100 Personen (siehe FAZ, 20.01.2017). Zuletzt wies die Volksbank Hamburg ca. 114.807 Kunden und 55.924 Mitglieder aus (Stand: 31.12.2015). Die Bilanzsumme betrug 2,928 Mrd. Euro. Die Spareinlagen lagen bei 371 Mio. Euro, die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden bei 1,949 Mrd. Euro.

Hessen

Nassauische Sparkasse

Wie die FAZ berichtete, hat die Nassauische Sparkasse aus Wiesbaden (Naspa) für Privatkunden ab einer Einlage von 500.000 Euro auf Giro- und Tagesgeldkonten einen Strafzins von 0,40 Prozent eingeführt (ab 1. Juli 2019). Bei der Sparkasse handelt es sich um die achtgrößte Sparkasse in Deutschland. Die Bilanzsumme betrug 2018 rund 11,77 Milliarden Euro und sie verwaltet Kundeneinlagen von mehr als neun Milliarden Euro. Beschäftigt werden ca. 1.652 Mitarbeiter (Stand: 31.12.2018).

Sparkasse Starkenburg

Wie die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet, plant auch die Sparkasse Starkenburg einen Strafzins für institutionelle Anleger ab Einlagen von 250.000 Euro. Die Sparkasse mit Sitz im hessischen Heppenheim wies 2015 eine Bilanzsumme von 1,995 Mrd. Euro aus. Die Kundeneinlagen lagen bei 1,371 Mrd. Euro, die Spareinlagen bei 794 Mio. Euro.

Sparkasse Gießen

"Sparkasse erhebt Verwahrentgelt für Großkunden", titelte im Januar 2017 die Gießener Allgemeine. Etwa 100 Unternehmenskunden bzw. institutionelle Anleger bei der Sparkasse Gießen waren betroffen und mussten ab April 2017 einen Strafzins von -0,40 % zahlen. Die Sparkasse Gießen ist mit einer Bilanzsumme von 2,14 Milliarden Euro eine der mittelgroßen öffentlich-rechtlichen Banken in Hessen.

Niedersachsen

Sparkasse Rotenburg Osterholz

Ab einer Mio. Euro auf dem Sparkonto müssen Privatkunden der Sparkasse Rotenburg Osterholz 0,40 Prozent Strafzinsen zahlen. Entstanden aus einer Fusion der Kreissparkasse Osterholz und der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde verfügte die Sparkasse Rotenburg Osterholz zuletzt über rund 50 Sparkassenstellen (inkl. SB) und mehr als 700 Mitarbeiter. Die Bilanzsumme lag bei 3,23 Milliarden Euro.

Nordrhein-Westfalen

Volksbank Dortmund

"Nur mit hohem finanziellen Aufwand haben Regionalbanken wie wir es bisher geschafft, Negativzinsen zu vermeiden. Inzwischen parken allerdings große Kapitalsammelstellen ihr Geld bei uns. Dafür bei der EZB zu zahlen, ist für uns nicht mehr darstellbar", erklärt Martin Eul, Vorstandsvorsitzender der Dortmunder Volksbank, die Notwendigkeit des "Verwahrentgeltes" bei der Volksbank Dortmund. Die Bank verlangt seit September 2016 diese Strafzinsen. Ein Blick auf die Bilanzsumme 2015 zeigt einen Anstieg auf 6.321 Mio. Euro und verwaltetet Einlagen von 5.168 Mio. Euro. Das Eigenkapital der Volksbank liegt bei 342 Mio. Euro.

Sparkasse Höxter

Die Sparkasse Höxter aus Nordrhein-Westfalen verlangt von ausgewählten institutionellen Kunden seit Ende 2016 ebenfalls ein Verwahrentgelt, d. h. Strafzinsen. Eine pauschale Aussage über die verlangten Zinsen ist laut Auskunft der Sparkasse nicht möglich. Die Bilanzsumme betrug zuletzt 1.424,1 Mio. Euro (Stand: 31.12.2015), das Einlagevolumen lag bei 1.125,8 Mio. Euro. Die Sparkasse verfügt über rund 374 Mitarbeiter und 23 Filialen (inkl. Hauptstelle) im Geschäftsgebiet Kreis Höxter.

Kreissparkasse Wiedenbrück

Für institutionelle Kunden (z. B. den Kreis Gütersloh, siehe Die Glocke "Auch der Kreis soll Strafzinsen zahlen") wird es auch bei der KSK Wiedenbrück teuer, wenn Einlagen geparkt werden sollen. Die Kreissparkasse in NRW verlangt seit Herbst 2016 Strafzinsen von 0,40 %. Die KSK Wiedenbrück verfügt über ca. 360 Mitarbeiter und 17 Geschäftsstellen. Die Bilanzsumme betrug Ende 2015 rund 2,3 Mrd. Euro. Die Kundeneinlagen kletterten auf 1,9 Mrd. Euro.

Kreissparkasse Köln

Die Kreissparkasse Köln ist eine der größten Sparkassen in Deutschland mit einer Bilanzsumme von 24,62 Mrd. Euro (2015). Die Einlagen betrugen zuletzt 17,744 Mrd. Euro. In der Sparkassenrangliste liegt die KSK Köln damit auf Rang 3. Strafzinsen werden von institutionellen Anlegern ab 2 Mio. Euro verlangt.

Stadtsparkasse Versmold

Die SPK Versmold verlangt von Geschäftskunden seit dem Herbst 2016 0,40 % Zinsen als Verwahrentgelt. Die Prüfung findet von Fall zu Fall statt. Bei Privatkunden will die Stadtsparkasse dies künftig nicht ausschließen. Die Sparkasse mit Sitz in Nordrhein-Westfalen hat mehr als 70 Mitarbeiter und 5 Geschäftsstellen. Die Bilanzsumme lag zuletzt bei 287,019 Mio. Euro im Jahr 2015 (-14,5 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr). Das Eigenkapital stieg zuletzt leicht auf 17,3 Mio. Euro.

Stadt-Sparkasse Solingen

In der Sparkassenrangliste findet sich die Stadt-Sparkasse Solingen im oberen Mittelfeld wieder. Die Bilanzsumme lag 2015 bei 2,399 Milliarden Euro. Die Kundeneinlagen betrugen knapp 1,76 Mrd. Euro. Zur Mitte des Jahres 2017, so die Planungen, will die Stadt-Sparkasse Strafzinsen von Firmenkunden ab einer siebenstelligen Einlage verlangen.

Rheinland-Pfalz

Sparkasse Vorderpfalz

Die Sparkasse Vorderpfalz hat ihren Sitz in Ludwigshafen am Rhein. Im Jahr 2015 betrug die Bilanzsumme der Sparkasse Vorderpfalz rund 5,558 Milliarden Euro. Die Kundeneinlagen umfassten 4,153 Milliarden Euro, die Spareinlagen immerhin 906 Millionen Euro. Ab dem 18. April 2017 müssen institutionelle Anleger, d. h. in erster Linie Kommunen, Verbände und Stiftungen, ab einem Guthaben von 1 Million Euro ein sogenanntes Verwahrentgelt von -0,40 % zahlen. Rund 80 Firmen, Kommunen und Verbände sind betroffen. Mit ca. 1.000 Mitarbeitern ist die Sparkasse Vorderpfalz die größte Sparkasse in Rheinland-Pfalz.

Volksbank Kur- und Rheinpfalz

Auch bei der Volksbank Kur- und Rheinpfalz sind im Jahr 2017 die Schranken gefallen und "unter bestimmten Bedingungen" wird ein Verwahrentgelt zwischen 0,15 und 0,40 % von Kommunen und Institutionen verlangt. Die Anzahl dürfte sich aber in Grenzen halten. Die Volksbank Kur- und Rheinpfalz hat rund 60.000 Mitglieder. Im Jahr 2016 lag die Bilanzsumme bei 3,132 Mrd. Euro.

VR-Bank Südpfalz

Die in Landau ansässige VR-Bank Südpfalz berechnet seit März 2017 0,35 % Strafzinsen von institutionellen Anlegern. Zuletzt betreute die VR-Bank Südpfalz 50.222 Mitglieder und verfügte über 40 Geschäftsstellen. Die Bilanzsumme 2016 betrug 1,962 Mrd. Euro.

Sparkasse Südliche Weinstraße

Seit dem 1. April 2017 verlangt die Sparkasse Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz ein Verwahrentgelt. Das in Landau anssäsiige Institut liegt in der Sparkassenrangliste 2016 auf Platz 128 und wies eine Bilanzsumme von 2,9 Mrd. Euro aus. Die Spareinlagen von Kunden lagen bei 226 Mio. Euro.

Volksbank Kaiserslautern

Bei der Volksbank Kaiserlautern werden ebenfalls seit 2017 Strafzinsen fällig. Sie verfügt über rund 32.000 Mitglieder und mehr als 70.000 Kunden. Das Geschäftsvolumen umfasste 2016 2,109 Mrd. Euro. Die Bilanzsumme betrug 1,309 Mrd. Euro.

Kreissparkasse Kaiserslautern

Bei der Kreissparkasse Kaiserlautern werden institutionelle Anleger mit einem Strafzins von 0,40 % auf kurzfristige Anlagen bedacht. Zu den Zahlen: Die KSK Kaiserslautern verzeichnete eine Bilanzsumme von 3,783 Mrd. Euro und Spareinlagen von mehr als 1 Mrd. Euro. Die Anzahl der Mitarbeiter lag 2016 bei 718.

Sparkasse Germersheim-Kandel

Eine weitere mittelgroße Sparkasse in Rheinland-Pfalz mit Strafzinsen ist die Sparkasse Germersheim-Kandel. Hier werden 0,40 % negative Zinsen von Kommunen und institutionellen Kunden verlangt. Die Bilanzsumme für 2016 umfasste 1,829 Mrd. Euro.

Sachsen

Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien eG

Mit der Volksbank Niederschlesien eG verlangt seit November 2016 die erste Bank Strafzinsen von Kleinsparern, zumindest von Neukunden. Für das Tagesgeldkonto sind (gestaffelte) Gebühren von 5,00 bis 50,00 Euro pro Monat zu zahlen – je nach Einlagenhöhe. Gegründet 1859 verfügt das Bankhaus über 11.778 Mitglieder (Stand: 12/2015) und ca. 27.471 Kunden. Die Bilanzsumme betrug zuletzt 373,5 Mio. Euro. Das betreute Kundenanlagevolumen lag bei 533,8 Mio. Euro. Es gab 327,9 Mio. Euro bilanzielle Kundeneinlagen.

Sparkasse Leipzig

Die Sparkasse Leipzig bittet ab 1. Januar 2017 Landkreise, Kommunen, Verbände und Geschäftskunden ab Einlagen von 500.000 Euro zur Kasse. Die Sparkasse in Leipzig ist eine der größten Sparkassen in den neuen Bundesländern und zählte Ende 2015 1.671 Mitarbeiter und mehr als 600.000 betreute Privat- und Firmenkunden. Die Bilanzsumme lag bei mehr als 8,854 Milliarden Euro. Das Volumen der Kundenverbindlichkeiten betrug 7.388,8 Mio. Euro. Das Eigenkapital summierte sich auf ca. 311,7 Mio. Euro.

Sparkasse Vogtland

Firmenkunden, Kommunen und Vereine, die mehr als 100.000 Euro bei der Sparkasse Vogtland geparkt haben, müssen ab Februar 2017 Strafzinsen zahlen. Die Höhe beträgt -0,40 %. Privatkunden will die Bank vorerst verschonen, wie der Vorstandschef in der Freien Presse Chemnitz berichtete. Indes verschwindet gleichzeitig mit der Einfühung der negativen Zinsen das kostenlose Girokonto, weshalb die Aussage nur der halben Wahrheit entspricht. Ein Blick in die Bilanz der Sparkasse Vogtland zeigt zuletzt eine Bilanzsumme von 3,107 Milliarden Euro. Insgesamt verwaltet die Sparkasse mit Sitz in Plauen Kundeneinlagen in Höhe von 2,570 Mrd. Euro (Spareinlagen von ca. 1,444 Mrd. Euro).

Ostsächsische Sparkasse Dresden

Gut für die Region - mit diesem Claim wirbt die Ostsächsische Sparkasse Dresden. Nach aktuellen Informationen verlangt die Sparkasse in Sachsen von institutionellen Anlegern aber inzwischen einen Strafzins ab Einlagen von 1 Mio. Euro auf dem Girokonto bzw. 100.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto. Für 2015 wies die Ostsächsische Sparkasse eine Bilanzsumme von 12,174 Milliarden Euro aus. Der Zinsüberschuss lag bei 224 Millionen Euro. Insgesamt betreut die Sparkasse mehr als 600.000 Kunden.

Erzgebirgssparkasse

Die Erzgebirgssparkasse mit Sitz in Annaberg-Buchholz verlangt ab dem 1. Mai 2017 einen Strafzins von -0,40% von Kommunen, die auf ihren Giro- bzw. Tagesgeldkonten mehr als 500.000 Euro parken sowie von Geschäftskunden mit mehr als 100.000 Euro auf der hohen Kante. Die Erzgebirgssparkasse wies zuletzt eine Bilanzsumme von 4,392 Milliarden Euro aus. Die Kundeneinlagen betrugen 3,838 Milliarden Euro (Stand: 31.12.2015). Sie verfügt über rund 1.000 Mitarbeiter.

Volksbank Raiffeisenbank Mittelsachsen

Mit -0,30 % Strafzinsen für private Kunden wartet derzeit die Volksbank Raiffeisenbank Mittelsachsen auf. Die Bank mit Sitz in Freiberg hat 15.862 Mitglieder (Stand: 2015) und mehr als 52.000 Privat- und Firmenkunden. Die Bilanzsumme lag 2015 bei 703,7 Mio. Euro. Die Spareinlagen umfassten 174,9 Mio. Euro.

Sachsen-Anhalt

Volksbank Stendal eG

Die Volksbank Stendal hat ihre Wurzeln im Jahr 1861 und verfügt über mehr als 5.000 Mitglieder und ca. 14.000 Kunden. Seit Oktober 2016 wird auf Einlagen ab 100.000 Euro (z. B. auf dem Tagesgeld) ein Minuszins von 0,40 % erhoben. Die Bilanzsumme der Volksbank Stendal eG weist einen Wert von ca. 179,49 Mio. Euro aus. Kundengelder wurden in Höhe von 139,8 Mio. Euro betreut.

Saalesparkasse

Die Saalesparkasse mit Sitz in Halle (Saale) verlangt seit dem 3. April 2017 auf Einlagen von Unternehmen, die höher als 1 Mio. Euro liegen, einen Strafzins von 0,40%. Etwa 70 Firmen sind davon betroffen, so die Mitteldeutsche Zeitung. Die mehrfach ausgezeichnete Saalesparkasse ist die größte Sparkasse in Sachsen-Anhalt mit einer Bilanzsumme von 4,155 Mrd. Euro (Stand: 12/2015). Die Spareinlagen lagen 2015 bei 1,126 Mrd. Euro. Insgesamt beschäftigt die Saalesparkasse rund 784 Mitarbeiter und betreibt 48 Filialen.

Schleswig-Holstein

Raiffeisenbank Südstormarn Mölln

Die Raiffeisenbank Südstormarn Mölln eG ist eine Genossenschaftsbank mit ca. 16.279 Mitgliedern. Die Bilanzsumme betrug 2016 695 Mio. Euro. Die Einlagen umfassten 469 Mio. Euro. Insgesamt beitreibt die Genossenschaftsbank 11 Filialen.

Thüringen

Deutsche Skatbank (VR-Bank Altenburger Land eG)

Die Deutsche Skatbank – eine Zweigniederlassung der VR-Bank Altenburger Land eG – verlangt von Privatkunden seit Ende 2014 einen negativen Zins von 0,25 % für Guthaben ab 500.000 Euro bzw. ab 2 Mio. Euro Guthaben auf dem TrumpfKonto (Girokonto). Die VR-Bank Altenburger Land eG verfügt über 7.628 Mitglieder (Stand: 2015) und ca. 133 Mitarbeiter. 2015 lag die Bilanzsumme bei 590 Mio. Euro und die Kundeneinlagen bei 504,9 Mio. Euro.

Volksbank Eisenberg eG

Im Einzelfall erhebt die Volksbank Eisenberg aus Thüringen bei Großanlegern Strafzinsen (siehe Focus, 7.6.2017). Die Genossenschaftsbank hat mehr als 3.800 Mitglieder und ist die Mutter der Direktbank EthikBank. Die Bilanzsumme 2016 lag bei 399,5 Mio. Euro.

Bundesweit

GLS Bank

Die GLS Bank ist eine sozial-ökologische Bank, die seit über 40 Jahren in Deutschland aktiv ist. Die Genossenschaftsbank ist im Besitz von ca. 44.000 Menschen. Seit Januar 2017 gibt es einen GLS Beitrag. Alle Kunden ab 28 Jahren zahlen 5,00 Euro pro Monat. Kunden bis 17 Jahre zahlen keinen, Kunden von 18 bis 27 Jahren einen reduzierten Beitrag von 1,00 Euro pro Monat. Aber: Wer bereits Kunde dieser Bank ist und dort ein (kostenpflichtiges) Girokonto führt, der zahlt keinen zusätzlichen Beitrag für sein Tagesgeld-Konto.

Ethikbank

Mit der EthikBank führt eine weitere ethisch-ökologische Direktbank Gebühren für das Tagesgeldkonto ein. Sowohl Privat- als auch Geschäftskunden zahlen 3,50 Euro pro Monat. Die EthikBank investiert Kundengeld nicht in Rüstungsgeschäfte, Atomkraft oder Unternehmen, die Kinderarbeit zulassen.