Sparbrief kündigen oder verkaufen

Bei einem Sparbrief wird im Vorhinein festgelegt, zu welchem Zeitpunkt er ausgezahlt wird. Anleger müssen sich also nicht darum kümmern ihn zu kündigen. Das Geld wird nicht automatisch wieder angelegt. Was aber machen Anleger, die vor dem vereinbarten Termin das Geld benötigen?

Kann man einen Sparbrief kündigen?

Ein Sparbrief kann in der Regel nicht vorzeitig gekündigt werden. Ähnlich wie beim Festgeld gibt es eine vereinbarte Laufzeit, an die sich sowohl die Bank als auch der Anleger halten muss. Bei Sparbriefen ist sogar mit noch weniger Kulanz in diesem Punkt zu rechnen als beim Festgeld.

Sparbrief verkaufen oder beleihen

Allerdings haben Anleger zwei Möglichkeiten, wie sie dennoch an ihr Geld gelangen können:

  • Den Sparbrief beleihen
  • Den Sparbrief verkaufen
außerordentliche Kündigung eines Sparbriefs

Wie kann man einen Sparbrief beleihen?

Anleger, die ihr Geld dringend benötigen, können sich überlegen, den Sparbrief zu beleihen – anders ausgedrückt: Sie nehmen einen Kredit bei der Bank auf. Als Sicherheit gilt der Sparbrief selbst. Die Höhe hängt davon ab, wie viel von dem angelegten Geld benötigt wird. Höchsten kann der gesamte Betrag des Sparbriefes beliehen werden.

Der Vorteil dieser Option ist, dass Anleger rasch wieder an ihr Geld gelangen. Allerdings hat das auch seinen Preis. Für den Kredit zahlt der Anleger der Bank Zinsen. Diese sind in Regel deutlich höher als die Zinsen, die er durch den Sparbrief erhält. Er macht also einen Verlust.

Wie kann man einen Sparbrief verkaufen?

Die zweite Möglichkeit für Anleger, vorzeitig an ihr verbrieftes Geld zu gelangen, ist, den Sparbrief zu verkaufen. Ähnlich wie Lebensversicherungen können Sparbriefe weiterverkauft werden. Das geht beispielsweise über Policenmakler wie der Winninger AG, bei der interessierte Besucher unserer Webseite weiter unten eine kostenlose und unverbindliche Anfrage für den Ankauf ihres Sparbriefes stellen können.

Auch beim Verkauf des Sparbriefes müssen Anleger jedoch einen Verlust einrechnen. Der Käufer zahlt für den Sparbrief nicht hundert Prozent der Summe, die der Anleger darin investiert hat. Wie hoch der Abschlag ist, der verlangt wird, hängt vom Käufer ab. Es lohnt sich also, mehrere Angebote zu vergleichen. Für gewöhnlich machen Anleger beim Verkauf eines Sparbriefes jedoch weniger Verluste als beim Beleihen.

Zusammenfassung

Anleger, die ihr Geld aus dem Sparbrief zum vereinbarten Termin zurückerhalten wollen, müssen sich nicht um die Kündigung kümmern. Das Geld wird automatisch überwiesen. Eine vorzeitige Kündigung ist in der Regel nicht möglich. Alternativ kann der Sparbrief jedoch beliehen oder verkauft werden – was allerdings zu Verlusten führt und nur in dringenden Fällen zu empfehlen ist.

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