Sparerfreibetrag

Sparerfreibetrag

Der Sparerfreibetrag definiert den Betrag, bis zu dem Einkünfte aus Kapitalvermögen (Zinseinkünfte, Dividendenerträge etc.) pro Jahr steuerfrei sind.

Vom 01.01.2004 bis zum 31.12.2006 stand Anlegern zur Freistellung von Kapitalerträgen ein Sparerfreibetrag von 1.371,- Euro bei Alleinstehenden und 2.740,- Euro für Verheiratete, die zusammen veranlagt werden, zur Verfügung.

Davor betrug der Sparerfreibetrag für 1.550,- Euro und für Verheiratete, zusammen Veranlagte, 3.100,- Euro.

Seit 2007 gilt ein erneut gesenkter Sparerfreibetrag von 750 Euro für Alleinstehende und 1.500 Euro für Verheiratete.

Um Ihnen diese drastische Entwicklung noch einmal zu verdeutlichen, haben wir die verschiedenen Sparerfreibeträge noch einmal tabellarisch zusammengefasst:

Sparerfreibetrag bis 31.12.2003 ab 01.01.2004 ab 01.01.2007
Ledige 1.550,- Euro 1.371,- Euro 750,- Euro
Verheiratete 3.100,- Euro 2.740,- Euro 1.500,- Euro
Entwicklung   -11,55 % -45,30 %

Wie Sie der Tabelle entnehmen können, hat sich der verfügbare Sparerfreibetrag seit dem 01.01.2004 also um 11,55% verringert und ab 2007 wurde er um weitere 45,30% verglichen mit dem bis dahin gültigen Sparerfreibetrag verringert.

Nicht verwechseln dürfen Sie allerdings den Sparerfreibetrag mit dem Freibetrag, der Ihnen für die Freistellung von Kapitalerträgen zur Verfügung steht.

Dieser Freibetrag für Kapitalerträge umfasst nämlich nicht nur den Sparerfreibetrag, sondern auch eine Werbungskostenpauschale von 51,- Euro für Ledige und 102,- Euro für Verheiratete.

Für die Freistellung von Kapitalerträgen steht Ihnen also ein Betrag von insgesamt 801,- Euro bei Ledigen und 1.602,- Euro bei Verheirateten zur Verfügung.

Der zur Verfügung stehende Sparerfreibetrag kann vom Anleger frei auf verschiedene Kreditinstitute verteilt werden, allerdings dürfen die verschiedenen bei den jeweiligen Banken gemeldeten Beträge den maximalen Freibetrag nicht überschreiten. Was dabei genau zu beachten ist, haben wir in unserem Ratgeber zum Thema "Aufteilen von Freistellungsaufträgen" zusammengefasst.

Hat ein Anleger bei seinem Kreditinstitut keine Freistellung der Kapitalerträge veranlasst, führt die Bank die auf die aus Zinseinkünften und Dividendenerträgen erzielten Gewinne zu entrichtende Kapitalertragssteuer direkt an das Finanzamt ab. Im Zuge seiner jährlichen Einkommenssteuererklärung kann der Anleger diese abgeführten Beträge dann aber wieder bis zur Höhe des maximalen Freibetrages zur Freistellung von Kapitalerträgen zurückfordern.

Sparer mit sehr niedrigem Einkommen können Zinsen und Dividenden auch oberhalb des Sparerfreibetrages steuerfrei vereinnahmen, wenn sie eine so genannte Nichtveranlagungsbescheinigung bei ihrem Finanzamt beantragt, und ihrer kontoführenden Bank vorgelegt haben. Entsprechende Informationen dazu finden interessierte Leser hier:

Nichtveranlagungsbescheinigung >>>

Mit Einführung der Abgeltungssteuer ab 2009 wird der Sparerfreibetrag durch den Sparerpauschbetrag ersetzt. Informationen zu dessen Zusammensetzung und Höhe finden Sie auf der folgenden Seite:

Sparerpauschbetrag >>>

Welche Zinsen derzeit auf Tages- und Festgeld gezahlt werden, zeigen Ihnen die Vergleiche, welche wir auf den folgenden Seiten für Sie ausgearbeitet haben:

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