Rating und Bonitätsstufen

Was ist Rating?

Bank of Scotland TestsiegerRating von Staaten, Banken und Unternehmen

Staaten, Bundesländer, Banken, Unternehmen und deren Finanzierungsinstrumente wie Anleihen werden von so genannten Rating-Agenturen einem Rating – einer Art Bonitätseinschätzung – unterzogen. Die Einordnung in verschiedene Ratingstufen soll dem Investor einen Hinweis auf das zu erwartende Risiko eines (teilweisen oder vollständigen) Zahlungsausfalls geben.

Rating-Agentuen

Die drei weltweit führenden Rating-Agenturen sind dabei

  • S & P (Standard & Poor`s)
  • Moody`s
  • Fitch

Bonitätsstufen

Jede dieser drei Rating-Agenturen hat dabei eigene Bezeichnungen für die einzelnen Bonitätsstufen:

Bonitätsstufe

S & P

Moody´s

Fitch

Beschreibung der Rating-Stufe

Investmentgrade

AAA

Aaa

AAA

AA+

Aa1

AA+

AA

Aa2

AA

AA-

Aa3

AA-

A+

A1

A+

A

A2

A

A-

A3

A-

BBB+

Baa1

BBB+

BBB

Baa2

BBB

BBB-

Baa3

BBB-

Spekulativer Bereich

BB+

Ba1

BB+

BB

Ba2

BB

BB-

Ba3

BB-

B+

B1

B+

B

B2

B

B-

B3

B-

CCC+

Caa1

CCC+

CCC

Caa2

CCC

CCC-

Caa3

CCC-

Rating als Orientierungshilfe für Anleger

Die Einstufung von Anleihen und deren Emittenten soll und kann Anlegern als Orientierungshilfe für die Beurteilung der Sicherheit einer Geldanlage sowie den Vergleich verschiedener Papiere miteinander dienen.

Einfluss des Ratings auf den Emittenten

Auch für die Emittenten hat das Rating Auswirkungen, denn es beeinflusst die Kapitalbeschaffungskosten. Staaten oder Unternehmen mit erstklassiger Bonität können sich zinsgünstiger neues Kapital über Anleihen etc. beschaffen als Emittenten mit schlechter eingestufter Bonität.

Rendite und Risiko sind untrennbar verbunden

Aus dem Einfluss des Ratings auf die Kapitalbeschaffungskosten des Emittenten folgt: je besser das Rating, desto besser die Bonität und desto niedriger der erforderliche Zins einer Anleihe, damit diese am Kapitalmarkt Absatz findet. Umgekehrt gilt das genauso: je schlechter das Rating, desto schlechter die Bonität und desto höher der erforderliche Zins einer Anleihe, damit diese am Kapitalmarkt Absatz findet.

 

Rendite und Risiko gehen also auch hier Hand in Hand. Eine schlechtere Bonität bedeutet eine höhere Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls. Dieses höhere Risiko muss für den Kapitalmarkt mit einem höheren Zinssatz honoriert werden.

Rating auch beim Tagesgeld wichtig

Das Rating ist auf den zweiten Blick auch beim Vergleich von Tagesgeld-Konditionen wichtig. Die gesetzliche Einlagensicherung aller EU-Staaten wird vom Staat garantiert. Kann dieser aufgrund von Bonitätsproblemen seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen, droht Ungemach für die Anleger.

 

Bestes Beispiel für Anleger war die Beinahe-Katastrophe in Island. Der dortige Sicherungsfonds konnte die mangels Masse die Forderungen der deutschen Sparer, die ihr Geld bei der isländischen Kaupthing Bank angelegt hatten, nicht befriedigen. Im Endeffekt musste der deutsche Staat einspringen und den Fonds mit entsprechenden Mitteln ausrüsten, damit die Tages- und Festgeldanleger entschädigt werden konnten.

 

Das abgesenkte Rating  Islands durch die Rating-Agenturen hätte Anleger aufschrecken müssen – so sie auf dieses Signal geachtet hätten.

 

Die in unserem Tagesgeld-Zinsvergleich und Tagesgeld-Rechner vorgestellten Angebote kommen übrigens nur aus Ländern, welche über ein Top-Rating verfügen:

 

 

Bank of Scotland - Tagesgeld

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