Ratings zu den wichtigsten Ländern

Die Länderratings im Vergleich

Wir haben nachfolgend die Ratings der vier großen Ratingagenturen Standard & Poors, Fitch, Moody’s und DBRS für die wichtigsten europäischen Länder gesammelt (Stand: Juni 2016). Sie finden in dieser Tabelle alle Nationen hinter den Banken aus unseren Vergleichen sowie die zugehörige Bewertung.

Bank Short Therm Long Therm Stand
S&P Moody‘s Fitch DBRS S&P Moody‘s Fitch DBRS
BelgienA-1+P-1F1+R-1 (high)AAAa3AAAA (high)Jun 16
BulgarienB-F3-BB+Baa2BBB--Jun 16
DänemarkA-1+P-1F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAJun 16
DeutschlandA-1+-F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAJun 16
EstlandA-1+-F1 -AA-A1A+-Jun 16
FinnlandA-1+P-1F1+R-1 (high)AA+Aa1AA+AAAJun 16
FrankreichA-1+-F1+R-1 (high)AAAa2AAAAAJun 16
GriechenlandBNPCR-5B-Caa3CCCCCCJun 16
GroßbritannienA-1+-F1+R-1 (high)AAAa1AAAAAJun 16
ItalienA-3P-2F2R-1 (low)BBB-Baa2BBB+A (low)Jun 16
IrlandA-1P-2F1R-1 (middle)A+A3AA (high)Jun 16
KroatienB-B-BBBa2BB-Jun 16
LettlandA-2P-2F1-A-A3A--Jun 16
LitauenA-2P-2F1-A-A3A--Jun 16
LuxemburgA-1+-F1+-AAAAaaAAA-Jun 16
MaltaA-2-F1R-1 (low)BBB+A3AAJun 16
NiederlandeA-1+P-1F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAJun 16
NorwegenA-1+-F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAJun 16
ÖsterreichA-1+P-1F1+R-1 (high)AA+Aa1AA+AAAJun 16
PolenA-2P-1F2R-1 (low)A-A2A-AJun 16
PortugalBNPBR-2 (middle)BB+Ba1BB+BBB (low)Jun 16
RumänienA-3P-3F3-BBB-Baa3BBB--Jun 16
RusslandBNPF3-BB+Ba1BBB--Jun 16
SchwedenA-1+P-1F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAJun 16
SchweizA-1+-F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAJun 16
SlowakeiA-1-F1R-1 (low)A+A2A+A (high)Jun 16
SpanienA-2P-2F2R-1 (low)BBB+Baa2BBB+A (low)Jun 16
Tschechische Rep.A-1+P-1F1-AA-A1A+-Jun 16
TürkeiB-F3R-2 (middle)BB+Baa3BBB-BBB (low)Jun 16
UngarnB-F3-BB+Ba1BBB--Jun 16
ZypernBNPBR-4BB-B1B+B Jun 16
Alle Angaben ohne Gewähr

Welche Bedeutung hat das Länderrating für die Sicherheit der Geldanlage?

Wer sein Geld im Ausland anlegt, will dies natürlich sicher tun. Wie kreditwürdig ein Staat ist, lässt sich an den verschiedenen Ratings der Ratingagenturen ablesen. Die Bonitätsnoten beschreiben prinzipiell die Sicherheit der Staatsanleihen des Landes. Je besser die Bewertung durch die Ratingagentur, desto eher kann der Anleger darauf setzen, dass er sein Investment inklusive Zinsen zurück erhält. Schlechte Ratings deuten darauf hin, dass die Bonds spekulativ sind und gegebenenfalls ein Zahlungsausfall droht. Sehr schlechte Ratings sind allerdings selten.

Hinsichtlich der Sicherheit für normale Sparer, die ihr Geld im Ausland parken, lässt sich sagen, dass der Staat immer dann eine wichtige Rolle spielt, wenn das entsprechende Finanzinstitut in eine Schieflage gerät. Allerdings gibt es auf eine Rettung von Banken keine Garantie.

Was bedeuten die verschiedenen Bonitätsstufen?

Die führenden Ratingagenturen bewerten die aufgeführten Banken bzw. Staaten regelmäßig und vergeben je nach Ergebnis verschiedene Noten. Die Klassifizierungen gehen von AAA (höchste Bonität) bis zu D (Zahlungsausfall).

In der nachfolgenden Grafik finden Sie eine stark vereinfachte Ratingskala. In unserem Ratgeber-Bereich bieten wir Ihnen darüber hinaus die detaillierte Ausführung der Ratingtabelle für alle wichtigen Ratingagenturen.

Ratings der Ratingagenturen erklärt

Beispiel: Länderratings nach Fitch

Ein Beispiel für die aktuellen Bonitäten der Staaten in unserem Vergleich. Die Ratings in dieser Darstellung stammen von der Ratingagentur Fitch (Stand: Juni 2016). Grün steht für eine gute Bonität, gelb für die mittlere Stufe und orange für ein erhöhtes Ausfallrisiko.

Ratings der Staaten in Europa Fitch 2016
Quelle: Fitch/Tagesgeldvergleich.net

Kann ein Staat Pleite gehen?

Ja. Wie zahlreiche Beispiele zeigen, sind Staatsbankrotte nicht selten. Im 19. Jahrhundert gab es in Europa insgesamt 28 Staatsinsolvenzen. Zwischen 1870 und 1905 waren in Lateinamerika 17 der 18 Staaten zwischenzeitlich zahlungsunfähig. In den vergangenen Jahren erlitten unter anderem Argentinien (2002, 2014), Island (2008), Griechenland (2010) sowie Belize (2012) einen kompletten oder annähernden Staatsbankrott. Seit einigen Jahren sind Staatsbankrotte indes nicht mehr so häufig. Mitunter sind die Übergänge zwischen fehlender Zahlungsbereitschaft und Zahlungsunfähigkeit aber auch fließend.