Ratings zu den wichtigsten Ländern

Die Länderratings im Vergleich

Wir haben nachfolgend die Ratings der vier großen Ratingagenturen Standard & Poors, Fitch, Moody’s und DBRS für die wichtigsten europäischen Länder gesammelt (Stand: März 2017). Sie finden in dieser Tabelle alle Nationen hinter den Banken aus unseren Vergleichen sowie die zugehörige Bewertung.

Land Short Therm Long Therm Stand
S&P Moody‘s Fitch DBRS S&P Moody‘s Fitch DBRS
AlbanienB---B+B1--Mar 17
BelgienA-1+P-1F1+R-1 (high)AAAa3AA-AA (high)Mar 17
BulgarienB-F3-BB+Baa2BBB--Mar 17
DänemarkA-1+P-1F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAMar 17
DeutschlandA-1+-F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAMar 17
EstlandA-1+-F1 -AA-A1A+-Mar 17
FinnlandA-1+P-1F1+R-1 (high)AA+Aa1AA+AA (high)Mar 17
FrankreichA-1+-F1+R-1 (high)AAAa2AAAAAMar 17
GriechenlandBNPCR-5B-Caa3CCCCCC (high)Mar 17
GroßbritannienA-1+-F1+R-1 (high)AAAa1AAAAAMar 17
ItalienA-3P-2F2R-1 (low)BBB-Baa2BBB+BBB (high)Mar 17
IrlandA-1P-2F1R-1 (middle)A+A3AA (high)Mar 17
KroatienB-B-BBBa2BB-Mar 17
LettlandA-2P-2F1-A-A3A--Mar 17
LitauenA-2P-2F1-A-A3A--Mar 17
LuxemburgA-1+-F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAMar 17
MaltaA-2-F1R-1 (low)A-A3AAMar 17
NiederlandeA-1+P-1F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAMar 17
NorwegenA-1+-F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAMar 17
ÖsterreichA-1+P-1F1+R-1 (high)AA+Aa1AA+AAAMar 17
PolenA-2P-1F2R-1 (low)BBB+A2A-AMar 17
PortugalBNPBR-2 (middle)BB+Ba1BB+BBB (low)Mar 17
RumänienA-3P-3F3-BBB-Baa3BBB--Mar 17
RusslandBNPF3-BB+Ba1BBB--Mar 17
SchwedenA-1+P-1F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAMar 17
SchweizA-1+-F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAMar 17
SlowakeiA-1-F1R-1 (middle)A+A2A+A (high)Mar 17
SpanienA-2P-2F2R-1 (low)BBB+Baa2BBB+A (low)Mar 17
Tschechische RepublikA-1+P-1F1-AA-A1A+-Mar 17
TürkeiB-BR-3BBBa1BB+BB (high)Mar 17
UngarnA-3-F3-BBB-Baa3BBB--Mar 17
ZypernBNPBR-4BBB1BB-B Mar 17
Alle Angaben ohne Gewähr

Welche Bedeutung hat das Länderrating für die Sicherheit der Geldanlage?

Wer sein Geld im Ausland anlegt, will dies natürlich sicher tun. Wie kreditwürdig ein Staat ist, lässt sich an den verschiedenen Ratings der Ratingagenturen ablesen. Die Bonitätsnoten beschreiben prinzipiell die Sicherheit der Staatsanleihen des Landes. Je besser die Bewertung durch die Ratingagentur, desto eher kann der Anleger darauf setzen, dass er sein Investment inklusive Zinsen zurück erhält. Schlechte Ratings deuten darauf hin, dass die Bonds spekulativ sind und gegebenenfalls ein Zahlungsausfall droht. Sehr schlechte Ratings sind allerdings selten.

Hinsichtlich der Sicherheit für normale Sparer, die ihr Geld im Ausland parken, lässt sich sagen, dass der Staat immer dann eine wichtige Rolle spielt, wenn das entsprechende Finanzinstitut in eine Schieflage gerät. Allerdings gibt es auf eine Rettung von Banken keine Garantie.

Was bedeuten die verschiedenen Bonitätsstufen?

Die führenden Ratingagenturen bewerten die aufgeführten Banken bzw. Staaten regelmäßig und vergeben je nach Ergebnis verschiedene Noten. Die Klassifizierungen gehen von AAA (höchste Bonität) bis zu D (Zahlungsausfall).

In der nachfolgenden Grafik finden Sie eine stark vereinfachte Ratingskala. In unserem Ratgeber-Bereich bieten wir Ihnen darüber hinaus die detaillierte Ausführung der Ratingtabelle für alle wichtigen Ratingagenturen.

Ratings der Ratingagenturen erklärt

Beispiel: Länderratings nach Fitch

Ein Beispiel für die aktuellen Bonitäten der Staaten in unserem Vergleich. Die Ratings in dieser Darstellung stammen von der Ratingagentur Fitch (Stand: März 2017). Grün steht für eine gute Bonität, gelb für die mittlere Stufe und orange für ein erhöhtes Ausfallrisiko.

Ratings der Staaten in Europa Fitch 2016
Quelle: Fitch/Tagesgeldvergleich.net

Kann ein Staat Pleite gehen?

Ja. Wie zahlreiche Beispiele zeigen, sind Staatsbankrotte nicht selten. Im 19. Jahrhundert gab es in Europa insgesamt 28 Staatsinsolvenzen. Zwischen 1870 und 1905 waren in Lateinamerika 17 der 18 Staaten zwischenzeitlich zahlungsunfähig. In den vergangenen Jahren erlitten unter anderem Argentinien (2002, 2014), Island (2008), Griechenland (2010) sowie Belize (2012) einen kompletten oder annähernden Staatsbankrott. Seit einigen Jahren sind Staatsbankrotte indes nicht mehr so häufig. Mitunter sind die Übergänge zwischen fehlender Zahlungsbereitschaft und Zahlungsunfähigkeit aber auch fließend.