Ratings zu den wichtigsten Ländern

Die Länderratings im Vergleich

Wir haben nachfolgend die Ratings der vier großen Ratingagenturen Standard & Poors, Fitch, Moody’s und DBRS für die wichtigsten europäischen Länder gesammelt (Stand: Januar 2022). Sie finden in dieser Tabelle alle Nationen hinter den Banken aus unseren Vergleichen sowie die zugehörige Bewertung.

Land Short Therm Long Therm Stand
S&P Moody‘s Fitch DBRS S&P Moody‘s Fitch DBRS
AlbanienB---B+B1--Jan 22
BelgienA-1+P-1F1+R-1 (high)AAAa3AA-AA (high)Jan 22
BulgarienA-2-F2-BBBBaa1BBB+-Jan 22
DänemarkA-1+P-1F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAJan 22
DeutschlandA-1+-F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAJan 22
EstlandA-1+-F1+R-1 (middle)AA-A1AA-AA (low)Jan 22
FinnlandA-1+P-1F1+R-1 (high)AA+Aa1AA+AA (high)Jan 22
FrankreichA-1+-F1+R-1 (high)AAAa2AAAA (high)Jan 22
GriechenlandBNPBR-4BBBa3BBBBJan 22
GroßbritannienA-1+-F1+R-1 (high)AAAa3AA-AA (high)Jan 22
ItalienA-2P-3F2R-1 (low)BBBBaa3BBBBBB (high)Jan 22
IrlandA-1+P-1F1+R-1 (middle)AA-A2A+A (high)Jan 22
KroatienA-3-F2-BBB-Ba1BBB-Jan 22
LettlandA-1P-2F1R-1 (low)A+A3A-AJan 22
LiechtensteinA-1+---AAA---Jan 22
LitauenA-1-F1+R-1 (middle)A+A2AA (high)Jan 22
LuxemburgA-1+-F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAJan 22
MaltaA-2-F1+R-1 (middle)A-A2A+A (high)Jan 22
NiederlandeA-1+P-1F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAJan 22
NorwegenA-1+-F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAJan 22
ÖsterreichA-1+P-1F1+R-1 (high)AA+Aa1AA+AAAJan 22
PolenA-1P-1F1R-1 (low)AA2A-AJan 22
PortugalA-2P-3F2R-1 (low)BBBBaa3BBBBBB (high)Jan 22
RumänienA-3P-3F3-BBB-Baa3BBB--Jan 22
RusslandA-2P-3F2-BBBBaa3BBB-Jan 22
SchwedenA-1+P-1F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAJan 22
SchweizA-1+-F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAJan 22
SerbienB-B-BB+Ba2BB+-Jan 22
SlowakeiA-1-F1+R-1 (middle)A+A2AA (high)Jan 22
SpanienA-1P-2F1R-1 (low)ABaa1A-AJan 22
TschechienA-1+P-1F1+-AAAa3AA--Jan 22
TürkeiB-B-BB-B2BB--Jan 22
UngarnA-2-F2-BBBBaa2BBB-Jan 22
ZypernA-3NPF3R-2 (middle)BBB-Ba1BBB-BBB (low)Jan 22
Alle Angaben ohne Gewähr

Welche Bedeutung hat das Länderrating für die Sicherheit der Geldanlage?

Wer sein Geld im Ausland anlegt, will dies natürlich sicher tun. Wie kreditwürdig ein Staat ist, lässt sich an den verschiedenen Ratings der Ratingagenturen ablesen. Die Bonitätsnoten beschreiben prinzipiell die Sicherheit der Staatsanleihen des Landes. Je besser die Bewertung durch die Ratingagentur, desto eher kann der Anleger darauf setzen, dass er sein Investment inklusive Zinsen zurück erhält. Schlechte Ratings deuten darauf hin, dass die Bonds spekulativ sind und gegebenenfalls ein Zahlungsausfall droht. Sehr schlechte Ratings sind allerdings selten.

Hinsichtlich der Sicherheit für normale Sparer, die ihr Geld im Ausland parken, lässt sich sagen, dass der Staat immer dann eine wichtige Rolle spielt, wenn das entsprechende Finanzinstitut in eine Schieflage gerät. Allerdings gibt es auf eine Rettung von Banken keine Garantie.

Was bedeuten die verschiedenen Bonitätsstufen?

Die führenden Ratingagenturen bewerten die aufgeführten Banken bzw. Staaten regelmäßig und vergeben je nach Ergebnis verschiedene Noten. Die Klassifizierungen gehen von AAA (höchste Bonität) bis zu D (Zahlungsausfall).

In der nachfolgenden Grafik finden Sie eine stark vereinfachte Ratingskala. In unserem Ratgeber-Bereich bieten wir Ihnen darüber hinaus die detaillierte Ausführung der Ratingtabelle für alle wichtigen Ratingagenturen.

Ratings der Ratingagenturen erklärt

Beispiel: Länderratings nach Fitch

Ein Beispiel für die aktuellen Bonitäten der Staaten in unserem Vergleich. Die Ratings in dieser Darstellung stammen von der Ratingagentur Fitch (Stand: Januar 2022). Grün steht für eine gute Bonität, gelb für die mittlere Stufe und orange für ein erhöhtes Ausfallrisiko.

Ratings der Staaten in Europa 2021
Quelle: Fitch/Tagesgeldvergleich.net

Kann ein Staat Pleite gehen?

Ja. Wie zahlreiche Beispiele zeigen, sind Staatsbankrotte nicht selten. Im 19. Jahrhundert gab es in Europa insgesamt 28 Staatsinsolvenzen. Zwischen 1870 und 1905 waren in Lateinamerika 17 der 18 Staaten zwischenzeitlich zahlungsunfähig. In den vergangenen Jahren erlitten unter anderem Argentinien (2002, 2014), Island (2008), Griechenland (2010) sowie Belize (2012) einen kompletten oder annähernden Staatsbankrott. Seit einigen Jahren sind Staatsbankrotte indes nicht mehr so häufig. Mitunter sind die Übergänge zwischen fehlender Zahlungsbereitschaft und Zahlungsunfähigkeit aber auch fließend.