Ratings zu den wichtigsten Ländern

Die Länderratings im Vergleich

Wir haben nachfolgend die Ratings der vier großen Ratingagenturen Standard & Poors, Fitch, Moody’s und DBRS für die wichtigsten europäischen Länder gesammelt (Stand: März 2018). Sie finden in dieser Tabelle alle Nationen hinter den Banken aus unseren Vergleichen sowie die zugehörige Bewertung.

Land Short Therm Long Therm Stand
S&P Moody‘s Fitch DBRS S&P Moody‘s Fitch DBRS
AlbanienB---B+B1--Mar 18
BelgienA-1+P-1F1+R-1 (high)AAAa3AA-AA (high)Mar 18
BulgarienA-3-F2-BBB-Baa2BBB-Mar 18
DänemarkA-1+P-1F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAMar 18
DeutschlandA-1+-F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAMar 18
EstlandA-1+-F1+R-1 (middle)AA-A1A+AA (low)Mar 18
FinnlandA-1+P-1F1+R-1 (high)AA+Aa1AA+AA (high)Mar 18
FrankreichA-1+-F1+R-1 (high)AAAa2AAAA (high)Mar 18
GriechenlandBNPBR-5BB3BCCC (high)Mar 18
GroßbritannienA-1+-F1+R-1 (high)AAAa2AAAAAMar 18
ItalienA-2P-3F2R-1 (low)BBBBaa3BBBBBB (high)Sep 18
IrlandA-1P-1F1+R-1 (middle)A+A2A+A (high)Mar 18
KroatienB-B-BBBa2BB+-Mar 18
LettlandA-2P-2F1R-1 (low)A-A3A-A (low)Mar 18
LiechtensteinA-1+---AAA---Mar 18
LitauenA-1P-2F1R-1 (low)AA3A-A (low)Mar 18
LuxemburgA-1+-F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAMar 18
MaltaA-2-F1+R-1 (middle)A-A3A+A (high)Mar 18
NiederlandeA-1+P-1F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAMar 18
NorwegenA-1+-F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAMar 18
ÖsterreichA-1+P-1F1+R-1 (high)AA+Aa1AA+AAAMar 18
PolenA-2P-1F2R-1 (low)BBB+A2A-AMar 18
PortugalA-3NPF2R-2 (middle)BBB-Ba1BBBBBB (low)Mar 18
RumänienA-3P-3F3-BBB-Baa3BBB--Mar 18
RusslandA-3NPF3-BBB-Ba1BBB--Mar 18
SchwedenA-1+P-1F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAMar 18
SchweizA-1+-F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAMar 18
SlowakeiA-1-F1+R-1 (middle)A+A2A+A (high)Mar 18
SpanienA-2P-2F1R-1 (low)BBB+Baa2A-A (low)Mar 18
Tschechische RepublikA-1+P-1F1+-AA-A1A+-Mar 18
TürkeiB-B-BBBa2BB+-Mar 18
UngarnA-3-F3-BBB-Baa3BBB--Mar 18
ZypernBNPBR-4BB+Ba3BBBB (low)Mar 18
Alle Angaben ohne Gewähr

Welche Bedeutung hat das Länderrating für die Sicherheit der Geldanlage?

Wer sein Geld im Ausland anlegt, will dies natürlich sicher tun. Wie kreditwürdig ein Staat ist, lässt sich an den verschiedenen Ratings der Ratingagenturen ablesen. Die Bonitätsnoten beschreiben prinzipiell die Sicherheit der Staatsanleihen des Landes. Je besser die Bewertung durch die Ratingagentur, desto eher kann der Anleger darauf setzen, dass er sein Investment inklusive Zinsen zurück erhält. Schlechte Ratings deuten darauf hin, dass die Bonds spekulativ sind und gegebenenfalls ein Zahlungsausfall droht. Sehr schlechte Ratings sind allerdings selten.

Hinsichtlich der Sicherheit für normale Sparer, die ihr Geld im Ausland parken, lässt sich sagen, dass der Staat immer dann eine wichtige Rolle spielt, wenn das entsprechende Finanzinstitut in eine Schieflage gerät. Allerdings gibt es auf eine Rettung von Banken keine Garantie.

Was bedeuten die verschiedenen Bonitätsstufen?

Die führenden Ratingagenturen bewerten die aufgeführten Banken bzw. Staaten regelmäßig und vergeben je nach Ergebnis verschiedene Noten. Die Klassifizierungen gehen von AAA (höchste Bonität) bis zu D (Zahlungsausfall).

In der nachfolgenden Grafik finden Sie eine stark vereinfachte Ratingskala. In unserem Ratgeber-Bereich bieten wir Ihnen darüber hinaus die detaillierte Ausführung der Ratingtabelle für alle wichtigen Ratingagenturen.

Ratings der Ratingagenturen erklärt

Beispiel: Länderratings nach Fitch

Ein Beispiel für die aktuellen Bonitäten der Staaten in unserem Vergleich. Die Ratings in dieser Darstellung stammen von der Ratingagentur Fitch (Stand: März 2018). Grün steht für eine gute Bonität, gelb für die mittlere Stufe und orange für ein erhöhtes Ausfallrisiko.

Ratings der Staaten in Europa Fitch 2018
Quelle: Fitch/Tagesgeldvergleich.net

Kann ein Staat Pleite gehen?

Ja. Wie zahlreiche Beispiele zeigen, sind Staatsbankrotte nicht selten. Im 19. Jahrhundert gab es in Europa insgesamt 28 Staatsinsolvenzen. Zwischen 1870 und 1905 waren in Lateinamerika 17 der 18 Staaten zwischenzeitlich zahlungsunfähig. In den vergangenen Jahren erlitten unter anderem Argentinien (2002, 2014), Island (2008), Griechenland (2010) sowie Belize (2012) einen kompletten oder annähernden Staatsbankrott. Seit einigen Jahren sind Staatsbankrotte indes nicht mehr so häufig. Mitunter sind die Übergänge zwischen fehlender Zahlungsbereitschaft und Zahlungsunfähigkeit aber auch fließend.