Ratings zu den wichtigsten Ländern

Die Länderratings im Vergleich

Wir haben nachfolgend die Ratings der vier großen Ratingagenturen Standard & Poors, Fitch, Moody’s und DBRS für die wichtigsten europäischen Länder gesammelt (Stand: April 2021). Sie finden in dieser Tabelle alle Nationen hinter den Banken aus unseren Vergleichen sowie die zugehörige Bewertung.

Land Short Therm Long Therm Stand
S&P Moody‘s Fitch DBRS S&P Moody‘s Fitch DBRS
AlbanienB---B+B1--Apr 21
BelgienA-1+P-1F1+R-1 (high)AAAa3AA-AA (high)Apr 21
BulgarienA-2-F2-BBBBaa1BBB+-Apr 21
DänemarkA-1+P-1F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAApr 21
DeutschlandA-1+-F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAApr 21
EstlandA-1+-F1+R-1 (middle)AA-A1AA-AA (low)Apr 21
FinnlandA-1+P-1F1+R-1 (high)AA+Aa1AA+AA (high)Apr 21
FrankreichA-1+-F1+R-1 (high)AAAa2AA-AA (high)Apr 21
GriechenlandBNPBR-4BB-Ba3BBBB (low)Apr 21
GroßbritannienA-1+-F1+R-1 (high)AAAa3AA-AA (high)Apr 21
ItalienA-2P-3F3R-1 (low)BBBBaa3BBB-BBB (high)Apr 21
IrlandA-1+P-1F1+R-1 (middle)AA-A2A+A (high)Apr 21
KroatienA-3-F3-BBB-Ba1BBB--Apr 21
LettlandA-1P-2F1R-1 (low)A+A3A-A (low)Apr 21
LiechtensteinA-1+---AAA---Apr 21
LitauenA-1-F1+R-1 (low)A+A2AAApr 21
LuxemburgA-1+-F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAApr 21
MaltaA-2-F1+R-1 (middle)A-A2A+A (high)Apr 21
NiederlandeA-1+P-1F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAApr 21
NorwegenA-1+-F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAApr 21
ÖsterreichA-1+P-1F1+R-1 (high)AA+Aa1AA+AAAApr 21
PolenA-1P-1F2R-1 (low)AA2A-AApr 21
PortugalA-2P-3F2R-2 (low)BBBBaa3BBBBBB (high)Apr 21
RumänienA-3P-3F3-BBB-Baa3BBB--Apr 21
RusslandA-2P-3F2-BBBBaa3BBB-Apr 21
SchwedenA-1+P-1F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAApr 21
SchweizA-1+-F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAApr 21
SlowakeiA-1-F1+R-1 (middle)A+A2A-A (high)Apr 21
SpanienA-1P-2F1R-1 (low)ABaa1A-AApr 21
TschechienA-1+P-1F1+-AAAa3AA--Apr 21
TürkeiB-B-BB-B2BB--Apr 21
UngarnA-2-F2-BBBBaa3BBB-Apr 21
ZypernA-3NPF3R-2 (middle)BBB-Ba2BBB-BBB (low)Apr 21
Alle Angaben ohne Gewähr

Welche Bedeutung hat das Länderrating für die Sicherheit der Geldanlage?

Wer sein Geld im Ausland anlegt, will dies natürlich sicher tun. Wie kreditwürdig ein Staat ist, lässt sich an den verschiedenen Ratings der Ratingagenturen ablesen. Die Bonitätsnoten beschreiben prinzipiell die Sicherheit der Staatsanleihen des Landes. Je besser die Bewertung durch die Ratingagentur, desto eher kann der Anleger darauf setzen, dass er sein Investment inklusive Zinsen zurück erhält. Schlechte Ratings deuten darauf hin, dass die Bonds spekulativ sind und gegebenenfalls ein Zahlungsausfall droht. Sehr schlechte Ratings sind allerdings selten.

Hinsichtlich der Sicherheit für normale Sparer, die ihr Geld im Ausland parken, lässt sich sagen, dass der Staat immer dann eine wichtige Rolle spielt, wenn das entsprechende Finanzinstitut in eine Schieflage gerät. Allerdings gibt es auf eine Rettung von Banken keine Garantie.

Was bedeuten die verschiedenen Bonitätsstufen?

Die führenden Ratingagenturen bewerten die aufgeführten Banken bzw. Staaten regelmäßig und vergeben je nach Ergebnis verschiedene Noten. Die Klassifizierungen gehen von AAA (höchste Bonität) bis zu D (Zahlungsausfall).

In der nachfolgenden Grafik finden Sie eine stark vereinfachte Ratingskala. In unserem Ratgeber-Bereich bieten wir Ihnen darüber hinaus die detaillierte Ausführung der Ratingtabelle für alle wichtigen Ratingagenturen.

Ratings der Ratingagenturen erklärt

Beispiel: Länderratings nach Fitch

Ein Beispiel für die aktuellen Bonitäten der Staaten in unserem Vergleich. Die Ratings in dieser Darstellung stammen von der Ratingagentur Fitch (Stand: April 2021). Grün steht für eine gute Bonität, gelb für die mittlere Stufe und orange für ein erhöhtes Ausfallrisiko.

Ratings der Staaten in Europa 2021
Quelle: Fitch/Tagesgeldvergleich.net

Kann ein Staat Pleite gehen?

Ja. Wie zahlreiche Beispiele zeigen, sind Staatsbankrotte nicht selten. Im 19. Jahrhundert gab es in Europa insgesamt 28 Staatsinsolvenzen. Zwischen 1870 und 1905 waren in Lateinamerika 17 der 18 Staaten zwischenzeitlich zahlungsunfähig. In den vergangenen Jahren erlitten unter anderem Argentinien (2002, 2014), Island (2008), Griechenland (2010) sowie Belize (2012) einen kompletten oder annähernden Staatsbankrott. Seit einigen Jahren sind Staatsbankrotte indes nicht mehr so häufig. Mitunter sind die Übergänge zwischen fehlender Zahlungsbereitschaft und Zahlungsunfähigkeit aber auch fließend.