Ratings zu den wichtigsten Ländern

Die Länderratings im Vergleich

Wir haben nachfolgend die Ratings der vier großen Ratingagenturen Standard & Poors, Fitch, Moody’s und DBRS für die wichtigsten europäischen Länder gesammelt (Stand: Juni 2020). Sie finden in dieser Tabelle alle Nationen hinter den Banken aus unseren Vergleichen sowie die zugehörige Bewertung.

Land Short Therm Long Therm Stand
S&P Moody‘s Fitch DBRS S&P Moody‘s Fitch DBRS
AlbanienB---B+B1--Jun 20
BelgienA-1+P-1F1+R-1 (high)AAAa3AA-AA (high)Jun 20
BulgarienA-2-F2-BBBBaa2BBB-Jun 20
DänemarkA-1+P-1F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAJun 20
DeutschlandA-1+-F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAJun 20
EstlandA-1+-F1+R-1 (middle)AA-A1AA-AA (low)Jun 20
FinnlandA-1+P-1F1+R-1 (high)AA+Aa1AA+AA (high)Jun 20
FrankreichA-1+-F1+R-1 (high)AAAa2AAAAAJun 20
GriechenlandBNPBR-4BB-B1BBBB (low)Jun 20
GroßbritannienA-1+-F1+R-1 (high)AAAa2AA-AAAJun 20
ItalienA-2P-3F3R-1 (low)BBBBaa3BBB-BBB (high)Jun 20
IrlandA-1+P-1F1+R-1 (middle)AA-A2A+A (high)Jun 20
KroatienA-3-F3-BBB-Ba2BBB--Jun 20
LettlandA-1P-2F1R-1 (low)A+A3A-A (low)Jun 20
LiechtensteinA-1+---AAA---Jun 20
LitauenA-1P-2F1R-1 (low)A+A3A-AJun 20
LuxemburgA-1+-F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAJun 20
MaltaA-2-F1+R-1 (middle)A-A2A+A (high)Jun 20
NiederlandeA-1+P-1F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAJun 20
NorwegenA-1+-F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAJun 20
ÖsterreichA-1+P-1F1+R-1 (high)AA+Aa1AA+AAAJun 20
PolenA-1P-1F2R-1 (low)AA2A-AJun 20
PortugalA-2P-3F2R-2 (low)BBBBaa3BBBBBB (high)Jun 20
RumänienA-3P-3F3-BBB-Baa3BBB--Jun 20
RusslandA-2P-3F2-BBBBaa3BBB-Jun 20
SchwedenA-1+P-1F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAJun 20
SchweizA-1+-F1+R-1 (high)AAAAaaAAAAAAJun 20
SlowakeiA-1-F1+R-1 (middle)A+A2AA (high)Jun 20
SpanienA-1P-2F1R-1 (low)ABaa1A-AJun 20
TschechienA-1+P-1F1+-AAAa3AA--Jun 20
TürkeiB-B-BB-B1BB--Jun 20
UngarnA-2-F2-BBBBaa3BBB-Jun 20
ZypernA-3NPF3R-2 (middle)BBB-Ba2BBB-BBB (low)Jun 20
Alle Angaben ohne Gewähr

Welche Bedeutung hat das Länderrating für die Sicherheit der Geldanlage?

Wer sein Geld im Ausland anlegt, will dies natürlich sicher tun. Wie kreditwürdig ein Staat ist, lässt sich an den verschiedenen Ratings der Ratingagenturen ablesen. Die Bonitätsnoten beschreiben prinzipiell die Sicherheit der Staatsanleihen des Landes. Je besser die Bewertung durch die Ratingagentur, desto eher kann der Anleger darauf setzen, dass er sein Investment inklusive Zinsen zurück erhält. Schlechte Ratings deuten darauf hin, dass die Bonds spekulativ sind und gegebenenfalls ein Zahlungsausfall droht. Sehr schlechte Ratings sind allerdings selten.

Hinsichtlich der Sicherheit für normale Sparer, die ihr Geld im Ausland parken, lässt sich sagen, dass der Staat immer dann eine wichtige Rolle spielt, wenn das entsprechende Finanzinstitut in eine Schieflage gerät. Allerdings gibt es auf eine Rettung von Banken keine Garantie.

Was bedeuten die verschiedenen Bonitätsstufen?

Die führenden Ratingagenturen bewerten die aufgeführten Banken bzw. Staaten regelmäßig und vergeben je nach Ergebnis verschiedene Noten. Die Klassifizierungen gehen von AAA (höchste Bonität) bis zu D (Zahlungsausfall).

In der nachfolgenden Grafik finden Sie eine stark vereinfachte Ratingskala. In unserem Ratgeber-Bereich bieten wir Ihnen darüber hinaus die detaillierte Ausführung der Ratingtabelle für alle wichtigen Ratingagenturen.

Ratings der Ratingagenturen erklärt

Beispiel: Länderratings nach Fitch

Ein Beispiel für die aktuellen Bonitäten der Staaten in unserem Vergleich. Die Ratings in dieser Darstellung stammen von der Ratingagentur Fitch (Stand: Juni 2020). Grün steht für eine gute Bonität, gelb für die mittlere Stufe und orange für ein erhöhtes Ausfallrisiko.

Ratings der Staaten in Europa 2020
Quelle: Fitch/Tagesgeldvergleich.net

Kann ein Staat Pleite gehen?

Ja. Wie zahlreiche Beispiele zeigen, sind Staatsbankrotte nicht selten. Im 19. Jahrhundert gab es in Europa insgesamt 28 Staatsinsolvenzen. Zwischen 1870 und 1905 waren in Lateinamerika 17 der 18 Staaten zwischenzeitlich zahlungsunfähig. In den vergangenen Jahren erlitten unter anderem Argentinien (2002, 2014), Island (2008), Griechenland (2010) sowie Belize (2012) einen kompletten oder annähernden Staatsbankrott. Seit einigen Jahren sind Staatsbankrotte indes nicht mehr so häufig. Mitunter sind die Übergänge zwischen fehlender Zahlungsbereitschaft und Zahlungsunfähigkeit aber auch fließend.