Zinsen aller Wohnungsbau­genossenschaften mit Spareinrichtung

Vergleich der Konditionen aller 47 Wohnungsbau­genossenschaften mit Spareinrichtung

Die besten Zinsen aller Wohnungsbau­genossenschaften mit Spareinrichtung - UPDATE: 02/2017

Für Sparer gibt es derzeit wenig positive Nachrichten – die Niedrigzinsphase hält an und ein Umschwung ist nicht in Sicht. Doch es gibt mitunter Alternativen zu den Zinsen, die Banken und Sparkassen anbieten: Wohnungsbau­genossenschaften mit Spareinrichtung. Wir haben sie unter die Lupe genommen: Sämtliche Spareinrichtungen auf dem deutschen Markt. Sie bieten sehr sichere Anlageoptionen mit soliden Zinsen. Wo der Haken ist? Wenn Sie als Mitglied aufgenommen werden, gibt es keinen. Wir zeigen Ihnen, wie hoch die Zinsen sein können, wie der Markt aussieht und erklären Ihnen auch, wo die Konditionen bei den Guthabenzinsen herrühren.

Das wichtigste zuerst: Nicht jede Wohnungsbau­genossenschaft bietet Ihnen die Sparangebote an, von denen wir hier berichten. Sie muss dazu über eine so genannte Spareinrichtung verfügen. Wenn man bedenkt, dass bundesweit etwa 1.837 Wohnungsbau­genossenschaften registriert sind (Anzahl der im GdW organisierten Wohnungsbau­genossenschaften, Statista, 2017) und davon lediglich 47 über eine Spareinrichtung verfügen, wird klar, wie selten diese interessanten Einrichtungen sind (BaFin, 2014). Das andere Hindernis ist, dass Wohnungsbau­genossenschaften nur Personen aus der Region als Mitglieder aufnehmen. Reine Zins-Jäger sind nicht so gern gesehen.

Standortkarte Baugenossenschaften

Wir haben für Sie eine Karte erstellt, auf der Sie sehen können, wie die Wohnungsbau­genossenschaften mit Spareinrichtung bundesweit verteilt sind. Zoomen Sie ein wenig in die Karte, denn in Ballungsräumen gibt es mitunter auch mehrere Spareinrichtungen, was in der Kartenansicht nicht sehr leicht zu erkennen ist. Klicken Sie auf der Karte dann ein Häuschen-Symbol, um Detail-Informationen über die jeweilige Wohnungsbau­genossenschaft mit Spareinrichtung zu erhalten.

Unsere Vergleiche der Sparformen aller 47 Genossenschaften

Im folgenden Abschnitt haben wir für Sie die Konditionen diverser Sparformen bei den Spareinrichtungen aufgelistet. Wir listen Ihnen jeweils die 10 attraktivsten Angebote in einer kleinen Ansichtstabelle auf. Klicken Sie auf die jeweilige Tabelle, um die vollständige Liste zu laden. Im Anschluss daran gehen wir auf die bereits angekündigten Hintergründe ein, die diese guten Angebote erst möglich machen.

Übersicht über Aufnahmegebühren, Mindestanteil und letzte Dividende aller Wohnungsgenossenschaften

Neben den Zinssätzen sind natürlich auch die Dividenden auf die Mitgliedsanteile sowie die Aufnahmegebühren und die Höhe der Mitgliedsanteile von Interesse. Diese haben wir nachfolgend für Sie aufbereitet:

Wohnungs­genossenschaft Aufnahme­gebühr Mindest­anteil letzte Dividende
Altonaer Spar- und Bauverein eG, Hamburg 150,00 EUR 4,00%
Bau- und Sparverein Geislingen eG 450,00 EUR 4,00%
Bau- und Sparverein Göppingen eG 310,00 EUR 4,00%
Bau­genossen­schaft ›Wiederaufbau‹ eG, Braunschweig 150,00 EUR 4,00%
Bau­genossen­schaft Esslingen eG 32,00 EUR 160,00 EUR 1,50%
Bau­genossen­schaft Freie Scholle eG, Bielefeld 1.300,00 EUR bis 4,00%
Bau­genossen­schaft Haltingen-Weil eG 210,00 EUR 4,00%
Bau­genossen­schaft Münchberg eG 5,00 EUR 160,00 EUR keine Angabe
Bauverein Schweinfurt eG 10,00 EUR 100,00 EUR keine Angabe
Beamten-Wohnungs-Verein zu Köpenick eG, Berlin 620,00 EUR -
Berliner Bau- und Wohnungs­genossenschaft von 1892 eG 0,00 EUR 300,00 EUR 3,00%
Braunschweiger Bau­genossen­schaft eG 10,00 EUR 550,00 EUR wird gezahlt (zuletzt gesamt 518,3 TEUR)
BWV Beamten-Wohnungs-Verein zu Hildesheim eG 520,00 EUR 4,00%
Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft eG 15,50 EUR 2,00%
ESPABAU - Eisenbahn Spar- und Bauverein Bremen eG 520,00 EUR 4,00%
Familienheim Freiburg Bau­genossen­schaft eG 0,00 EUR 105,00 EUR 4,00%
FROHE ZUKUNFT Wohnungs­genossenschaft eG, Halle (Saale) 0,00 EUR 20,00 EUR keine Angabe
Gartenstadt Karlsruhe eG 10,00 EUR 520,00 EUR 3,00%
Gartenstadt Nürnberg eG 250,00 EUR keine Angabe
Gartenstadt-Genossenschaft Mannheim eG 300,00 EUR max. 4,00%
Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft Wiesbaden 1950 eG 15,00 EUR 160,00 EUR 4,00%
Gemeinnützige Bau­genossen­schaft Bergedorf-Bille eG, Hamburg-Bergedorf - 150,00 EUR 4,00%
Gemeinnützige Wohnungs­genossenschaft Weimar e.G. 30,00 EUR 104,00 EUR keine Angabe
Genossenschaft für Wohnungsbau Karlsruhe 1921 eG 30,00 EUR 350,00 EUR 4,00%
GEWOBA Nord Bau­genossen­schaft eG, Schleswig 25,00 EUR 52,00 EUR bis 4,00%
HANSA Bau­genossen­schaft eG, Hamburg 50,00 EUR 1.500,00 EUR 4,00%
Hardtwaldsiedlung Karlsruhe eG 10,00 EUR 600,00 EUR 4,00%
LÜBECKER BAUVEREIN eingetragene Genossenschaft 25,00 EUR 4,00%
Mieter- und Bauverein Karlsruhe eG 20,00 EUR 600,00 EUR 4,00%
MWG-Wohnungs­genossenschaft eG Magdeburg 20,00 EUR 3,00%
Potsdamer Wohnungsbau­genossenschaft 1956 e.G. 50,00 EUR 200,00 EUR keine Angabe
Selbsthilfe-Bauverein eG, Flensburg 50,00 EUR 160,00 EUR 4,00%
Siebendächer Bau­genossen­schaft eG keine Angabe 4,00%
Spar- und Bauverein 1895 Mannheim eG - 720,00 EUR 4,00%
Spar- und Bauverein eG Dortmund 10,00 EUR 1.300,00 EUR 4,00%
Spar- und Bauverein eG, Hannover 25,00 EUR 4,00%
Spar- und Bauverein Konstanz eG 20,00 EUR 300,00 EUR 4,00%
Spar- und Bauverein Solingen eG 1.000,00 EUR 4,00%
Spareinrichtung Bauverein Breisgau eG, Freiburg 310,00 EUR 4,00%
ulmer heimstätte eG 25,00 EUR + 5 EUR 160,00 EUR 4,00%
Volks-Bau- und Sparverein Frankfurt am Main eG 625,00 EUR 2,00%
Wohnungsbau­genossenschaft Chemnitz West eG 15,50 EUR keine Angabe
Wohnungsbau­genossenschaft Einheit eG, Erfurt 50,00 EUR 155,00 EUR 4,00%
Wohnungs­genossenschaft "Carl Zeiss" eG, Jena 15,50 EUR keine Angabe
Wohnungs­genossenschaft "Lipsia" eG 153,00 EUR 4,00%
Wohnungs­genossenschaft eG Göttingen 800,00 EUR max. 5,00%
Wohnungs­genossenschaft Heimkehr eG, Hannover 500,00 EUR bis 4,50%
Stand: 2017

Sparbücher

Ganz klassische Sparbücher, die genauso funktionieren, wie die von Banken und Sparkassen auch. Sie können über 2.000,- EUR pro Monat verfügen und haben für größere Beträge eine drei-monatige Kündigungsfrist. Die zehn Genossenschaften mit den besten Zinssätzen finden Sie in unten stehender Tabelle:

Platz Wohnungsbau­genossenschaft Produkte Zinssatz Anlagesumme
min
1 GEWOBA Nord Bau­genossen­schaft eG, Schleswig Klassisches Sparen 0,50% 0,01 EUR
2 Selbsthilfe-Bauverein eG, Flensburg Klassik Sparbuch 0,40% 1,00 EUR
2 Beamten-Wohnungs-Verein zu Köpenick eG, Berlin Sparbuch Klassik 0,40% -
2 Wohnungs­genossenschaft eG Göttingen Sparbuch 0,40% -
5 Potsdamer Wohnungsbau­genossenschaft e.G. Sparbuch 0,35% -
6 Bau­genossen­schaft Wiederaufbau eG, Braunschweig Sparbuch 3M 0,30% -
6 ESPABAU - Eisenbahn Spar- und Bauverein Bremen eG Sparbuch 0,30% -
6 Wohnungsbau­genossenschaft Chemnitz West eG Sparbuch 0,30% 1,00 EUR
6 Volks-Bau- und Sparverein Frankfurt am Main eG Spareinlage mit 3 mon. Kündigungsfrist 0,30% 1,00 EUR
10 Mieter- und Bauverein Karlsruhe eG Spareinlage mit 3 mon. Kündigungsfrist 0,25% -
10 Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft eG Sparbuch 0,25% 5,00 EUR
10 Wohnungsbau­genossenschaft Einheit eG, Erfurt HDWSparkonto 0,25% 10,00 EUR
10 Bau- und Sparverein Geislingen eG Spareinlage mit 3 mon. Kündigungsfrist 0,25% -
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Stand:01/2017
Produkt Zinsen 2015 Zinsen 01/2016 Zinsen 07/2016 Zinsen 01/2017
Sparbuch 0,63% 0,32% 0,24% 0,18%
Entwicklung zu 2015 - -48,55% -61,46% -71,32%
Stand: 01/2017

Festzins-Sparen

Bei diesen Produkten definieren Sie die Laufzeit, für die das Geld fest angelegt werden soll. Je länger, desto höher der Zinssatz, den Sie Jahr für Jahr gutgeschrieben bekommen. Bei vielen Spareinrichtungen bekommen Sie für höhere Anlagebeträge auch höhere Zinsen. Wir listen hier für eine bessere Vergleichbarkeit nur die Einsteiger-Angebote auf.

Platz Wohnungsbaugenossenschaft Produkte Anlage-
summe min
1
Jahr
2
Jahre
3
Jahre
4
Jahre
5
Jahre
6
Jahre
10
Jahre
1 Wohnungs­genossen­schaft "Carl Zeiss" eG, Jena Kapital-­Sparen 1.000,00 EUR 0,50% 0,70% 0,80% 1,00% 1,10% 1,30% 2,00%
1 Chemnitzer Siedlungs-
gemeinschaft eG
Festzins-
sparen
2.500,00 EUR 0,10% 0,30% - 0,70% 1,20% 1,50% 2,00%**
1 Bau­genossen­schaft
Esslingen eG
Sparbrief 2.500,00 EUR - - - - 0,60% - 2,00%**
4 ESPABAU - Eisenbahn Spar- und Bauverein Bremen eG Spar-
urkunden
500,00 EUR 0,50% 0,60% 0,85% 1,35% 1,85% - -
5 FROHE ZUKUNFT Wohnungs­genossen­schaft eG,
Halle (Saale)
Festzins-
sparen
2.500,00 EUR 0,30% 0,40% 0,50% 0,60% 0,80% 1,00% 1,50%
5 Potsdamer Wohnungsbau-
genossen­schaft e.G.
Festzins-
sparen
2.500,00 EUR 0,60% 0,70% 0,80% 0,90% 1,00% 1,25% 1,50%
5 Wohnungsbau­genossen­schaft
Chemnitz West eG
Festzins-
sparen
3.000,00 EUR - 0,45% - 0,95% - 1,50% -
5 Wohnungs­genossen­schaft
Heimkehr eG, Hannover
Spar-
urkunden
2.500,00 EUR 0,20% 0,50% 0,60% 0,90% 1,10% - 1,30%/
1,50%
***
5 Hardtwald­siedlung
Karlsruhe eG
Festzins-
sparen
5.000,00 EUR - - 0,80% - 1,15% - 1,50%*
10 Wohnungsbau­genossen­schaft Einheit eG, Erfurt Festzins-
sparen
2.500,00 EUR 0,30% 0,60% - 1,00% - 1,40% -
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Stand:01/2017 - * für 7 Jahre / ** für 12 Jahre / *** für 15 Jahre / **** für 8 Jahre
Produkt Zinsen 01/2016 Zinsen 07/2016 Zinsen 01/2017 Entwicklung
12 Monate
Festgeld 1 Jahr 0,49% 0,37% 0,29% -41,69%
Festgeld 2 Jahre 0,65% 0,50% 0,41% -36,99%
Festgeld 3 Jahre 0,85% 0,69% 0,59% -34,20%
Festgeld 4 Jahre 1,04% 0,86% 0,73% -29,99%
Festgeld 5 Jahre 1,32% 1,13% 0,94% -28,73%
Festgeld 6 Jahre 1,64% 1,44% 1,25% -23,78%
Festgeld 10 Jahre 1,78% 1,68% 1,43% -19,48%
Stand: 01/2017
Festzinsen Zinsentwicklung Wohnungsbaugenossenschaften 2016-2017
Durchschnittliche Verzinsung bei Festzins-Anlagen der Wohnungsbau­genossenschaften: Zinsen sinken innerhalb der letzten 12 Monate bei allen Laufzeiten

VL-Sparen

Vermögenswirksames Sparen ist ein Programm, das aufgelegt wurde, um die private Vermögensbildung zu unterstützen. Der Kunde spart sechs Jahre lang an und lässt sein Guthaben im 7. Jahr ruhen. Grundlage dafür ist das 5. Vermögensbildungsgesetz (Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 2014). Nicht jede Spareinrichtung bietet diese Möglichkeit an, aber ein paar sind es doch:

Platz Wohnungsbau­genossen­schaft Produkte Jahre Zinssatz Bonus Anlagesumme min / max
1 Hardtwaldsiedlung Karlsruhe eG Sparvertrag zur Anlage vermögenswirksamer Leistungen 7 1,68% - - -
2 BWV Beamten-Wohnungs-Verein zu Hildesheim eG Sparvertrag mit variablem Zinssatz 7 1,61% - - 25.000,00 EUR
3 Altonaer Spar- und Bauverein eG, Hamburg VL-Sparen 7 1,50% - 15,00 EUR 40,00 EUR
4 Wohnungs­genossenschaft Heimkehr eG, Hannover VL-Sparverträge 7 1,25% - - -
5 Gartenstadt Karlsruhe eG VL-Sparen 7 1,00% 12,00% - -
6 HANSA Bau­genossen­schaft eG, Hamburg Sparverträge über Vermögenswirsame Leistungen 7 0,90% - - -
7 Bau­genossen­schaft Esslingen eG Sparvertrag mit Bonus 7 0,75% 5,00% - -
8 Berliner Bau- und Wohnungs­genossenschaft von 1892 eG VL-Sparen 7 0,60% - 26,59 EUR 40,00 EUR
8 ulmer heimstätte eG VL-Sparvertrag 7 0,60% 5,00% 27,00 EUR -
10 Spar- und Bauverein Solingen eG Bonusvertrag mit VL 7 0,50% 14,00% - 40,00 EUR
10 Volks-Bau- und Sparverein Frankfurt am Main eG VL Ratensparen 7 0,50% 8,00% 26,00 EUR -
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Stand:01/2017

Jugendprodukte

Viele Spareinrichtungen fördern den Nachwuchs mit besonderen Konditionen oder mit Willkommensgeschenken für Neugeborene. Die genauen Informationen zu den diversen Angeboten lassen sich schwer miteinander vergleichen. Daher listen wir nachfolgend die Wohnungsbau­genossenschaften auf, die solche Programme grundsätzlich anbieten:

Platz Wohnungsbau­genossenschaft 1. Produkt 2. Produkt 3. Produkt
1 FROHE ZUKUNFT Wohnungs­genossenschaft eG, Halle (Saale) Jugend-
Sparen
Kinder-
Sparen
Zeugnis-
Euro
2 Potsdamer Wohnungs­genossenschaft 1956 e.G. Jugend-
Sparbuch
Festzins-
sparen für Jugendliche
Jugend-
PWG1956eG-
Treuesparen
3 Wohnungsbau­genossenschaft Einheit eG, Erfurt HDW-
Volljährigkeits-
sparplan
Kinder-
Festzinssparen
Kinder-
Prämiensparen
4 Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft eG Sparbuch Kids+ Jugend-
Zielsparen
-
5 BWV Beamten-Wohnungs-Verein zu Hildesheim eG Kinder-
sparen
Jugend-
sparen
-
6 GEWOBA Nord Bau­genossen­schaft eG, Schleswig Junior-
Sparen
- -
7 Wohnungs­genossenschaft "Carl Zeiss" eG, Jena kids & teensSPARBUCH - -
8 Selbsthilfe-Bauverein eG, Flensburg Junior Sparbuch - -
9 Wohnungsbau­genossenschaft Chemnitz West eG Jugend-
sparen
- -
10 Bau­genossen­schaft Esslingen eG Jugend-
sparen
- -
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Stand:01/2017

Sparbuch-Zinsen für Kinder und Jugendliche

Für Kinder- und Jugendliche bieten manche Wohnungsbau­genossenschaften aktuell ein Sparbuch bzw. einen Sparplan mit guten Zinssätzen oder zusätzlichen Bonuszinsen an. Nachfolgend haben wir die besten Anbieter mit entsprechendem Junior-Sparbüchern und Sparplänen aufgelistet. Die Zinsen der Sparbücher sind meist variabel und werden bis zum 18. bzw. 21. Geburtstag gewährt.

Platz Wohnungsbau­genossenschaft Anlage Zins gilt bis
Anlagesumme
1 GEWOBA Nord Bau­genossen­schaft eG, Schleswig JuniorSparen 3,00% 5.000 EUR
2 Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft eG Sparbuch Kids+ 1,75% 3.000 EUR
3 Wohnungs­genossenschaft "Carl Zeiss" eG, Jena kids & teensSPARBUCH 1,50% 3.000 EUR
4 Selbsthilfe-Bauverein eG, Flensburg Junior Sparbuch 1,40% 2.500 EUR
5 Wohnungsbau­genossenschaft Chemnitz West eG Jugendsparen 1,35% 2.000 EUR
6 Bau­genossen­schaft Esslingen eG JuniorSparen 1,25% k.A.
7 MWG-Wohnungs­genossenschaft eG Magdeburg MWG-Juniorsparen 1,20% 5.000 EUR
7 LÜBECKER BAUVEREIN eingetragene Genossenschaft JuniorSparen 1,20% k.A.
9 Berliner Bau- und Wohnungs­genossenschaft von 1892 eG 1892-Jugend-Sparen 1,07% k.A.
10 Familienheim Freiburg Bau­genossen­schaft eG JuniorSparen 1,00% k.A.
10 HANSA Bau­genossen­schaft eG, Hamburg AHOI Kinderkonto 1,00% 10.000 EUR
10 BWV Beamten-Wohnungs-Verein zu Hildesheim eG bwvkidsclub-Kindersparen
Jugendsparen
1,00% k.A.
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Stand:01/2017

Wachstumssparen

Diese Sparform belohnt Sie für Ihre Treue mit immer höheren Zinsen. Je länger Sie Ihr Geld auf dem Konto lassen, desto höher wird der Zinssatz den Sie am Ende eines Geschäftsjahres gutgeschrieben bekommen. Dennoch bleibt Ihr Geld mit einer 3-monatigen Kündigungsfrist verfügbar.

Platz Wohnungsbau-
genossenschaft
Produkte Anlage-
summe min
Im
1. Jahr
Im
2. Jahr
Im
3. Jahr
Im
4. Jahr
Im
5. Jahr
Im
6. Jahr
1 Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft Wiesbaden 1950 eG Zuwachs-
sparen
k.A. 0,15% 0,15% 0,20% 0,50% 3,00% -
2 Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft eG Wachstums-
sparen
2.500,00 EUR 0,40% 0,75% 1,10% 1,50% 1,80% 2,10%
3 Wohnungs­genossenschaft "Carl Zeiss" eG, Jena nordlichter III 1.000,00 EUR 0,70% 1,00% 1,10% 1,20% 1,30% 1,40%
2,00% (7 Jahre)
4 Wohnungsbau­genossenschaft Chemnitz West eG Wachstums-
sparen
2.000,00 EUR 0,40% 0,45% 0,75% 1,00% 1,20% 1,50%
4 Volks-Bau- und Sparverein Frankfurt am Main eG Zuwachs-
sparen
1.500,00 EUR 0,20% 0,40% 0,80% 1,10% 1,50% -
6 Gemeinnützige Wohnungs­genossenschaft Weimar e.G. Wachstums-
sparen
2.000,00 EUR 0,30% 0,40% 0,50% 0,60% 1,20% 1,30%
7 LÜBECKER BAUVEREIN eingetragene Genossenschaft Wachstums-
sparen
1.500,00 EUR 0,30% 0,40% 0,50% 0,70% 1,00% 1,20%
7 Selbsthilfe-Bauverein eG, Flensburg Wachstums
Sparbuch
2.500,00 EUR 0,40% 0,60% 0,70% 1,00% 1,20% -
9 Braunschweiger Bau­genossen­schaft eG Wachstums-
sparen
2.500,00 € 0,30% 0,50% 0,70% 0,90% 1,10% -
10 Potsdamer Wohnungsbau­genossenschaft e.G. Wachstums-
sparen
1.500,00 EUR 0,50% 0,60% 0,70% 0,80% 0,90% 1,00%
10 Wohnungs­genossenschaft "Lipsia" eG Wachstums-
sparen
1.500,00 EUR 0,10% 0,25% 0,40% 0,55% 0,75% 1,00%
10 MWG-Wohnungs­genossenschaft eG Magdeburg MWGDynamik-
sparen
1.000,00 € 0,40% 0,50% 0,60% 0,80% 1,00% -
10 Bauverein Schweinfurt eG Zielsparen mit ZinsPlus k.A. - 0,25% 0,50% 0,70% 1,00% -
10 Bau­genossen­schaft ›Wiederaufbau‹ eG, Braunschweig Wachstums-
sparen
2.500,00 € 0,25% 0,35% 0,60% 0,80% 1,00% -

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Stand:01/2017
Produkt Zinsen 01/2016 Zinsen 01/2017 Entwicklung zu 01/2016
WS 1 Jahr 0,42% 0,27% -36,51%
WS 2 Jahre 0,57% 0,37% -35,79%
WS 3 Jahre 0,79% 0,51% -35,70%
WS 4 Jahre 1,01% 0,71% -30,50%
WS 5 Jahre 1,38% 1,04% -24,78%
WS 6 Jahre 1,40% 1,09% -22,08%
Stand:01/2017
Wachstumssparen Zinsentwicklung Wohnungsbaugenossenschaften 2016-2017
Durchschnittliche Verzinsung beim Wachstumssparen der Wohnungsbau­genossenschaften: Zinsen sinken innerhalb der letzten 12 Monate bei allen Laufzeiten

Bonus-Sparen

Bonussparpläne bieten Ihnen an, einen monatlich gleichen Betrag anzusparen. Dafür bekommen Sie eine schöne Grundverzinsung. Als besonderes Extra geben die Wohnungsbau­genossenschaften einen schönen Bonus am Ende jeden Geschäftsjahres auf die von Ihnen geleisteten (limitierten) Sparbeiträge im jeweiligen Jahr. Diese Boni verzinsen sich dann im kommenden Jahr weiter. Eine Ausnahme bildet der Spar- und Bauverein eG Dortmund: Hier werden die Boni erst am Ende der Laufzeit gezahlt. So wird leider der vorteilhafte Zinseszinseffekt für ihre Mitglieder umschifft.

Platz Wohnungsbau-
genossenschaft
Produkte Zinssatz Anlage-
summe min
Jahr
1
Jahr
2
Jahr
3
bis max.
1 GEWOBA Nord Bau­genossen­schaft eG, Schleswig Prämien-
Sparen
2,00% 25,00 EUR - - 3,00% 25,00%
2 Berliner Bau- und Wohnungs­genossenschaft von 1892 eG 1892-Rendite-
Sparen
1,07% 50,00 EUR - - 3,00% 50,00%
3 Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft eG Zielsparen 1,00% 10,00 EUR - - 3,00% 25,00%
3 Gartenstadt Karlsruhe eG Sparvertrag 1,00% - - - - 12,00%
5 Spar- und Bauverein eG, Hannover Flexi-
sparen
0,50% k.A. - - 1,00% 25,00%
5 Spar- und Bauverein Konstanz eG Flexi-
sparen
0,50% 10,00 EUR - - 3,00% 50,00%
5 Spar- und Bauverein Solingen eG Aufbau-
sparen
0,50% 10,00 EUR - 2,00% 3,00% 70,00%
5 MWG- Wohnungs­genossenschaft eG Magdeburg MWG-Treuesparen 0,50% 10,00 EUR - 2,00% 3,00% 35,00%
9 Potsdamer Wohnungsbau­genossenschaft e.G. PWG 1956 eG Treue-
sparen
0,35% 10,00 EUR 1,00% 2,00% 3,00% 25,00%
10 FROHE ZUKUNFT Wohnungs­genossenschaft eG, Halle (Saale) Treue-
sparen
0,30% 10,00 EUR - 2,00% 3,00% 25,00%
10 Wohnungsbau­genossenschaft Einheit eG, Erfurt HDW-Langzeit-
sparen
0,30% 30,00 EUR 1,00% 2,00% 3,00% 65,00%
10 Beamten-Wohnungs-Verein zu Köpenick eG, Berlin Wachstums-
sparen
0,30% 25,00 EUR 1,00% 2,00% 3,00% 25,00%
Übersicht der Bonusspar-Angebote aller 47 Wohnungsgenossenschaften »
Stand:01/2017

Unsere Testsieger im Jahr 2017

Alle Testsieger des Vergleichs der Wohnungsbau­genossenschaften
Alle Testsieger in der Übersicht
Auszeichnung - Attraktivste Zinsen Sparbuch
GEWOBA Nord Bau­genossen­schaft eG, Schleswig
Auszeichnung Zinsen im Bereich Festzins-Sparen
Auszeichnung Zinsen im Bereich Festzins-Sparen
Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft eG Bau­genossen­schaft Esslingen eG
Auszeichnung für attraktivste Zinsen VL-Sparen
Auszeichnung Zinsen im Bereich Festzins-Sparen
Hardtwaldsiedlung Karlsruhe eG Carl Zeiss EG Wohnungsbau­genossenschaft
Auszeichnung Zinsen im Bereich Wachstums-Sparen
Auszeichnung Jugendprodukte
Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft Wiesbaden 1950 eG FROHE ZUKUNFT Wohnungs­genossenschaft eG, Halle (Saale)
Auszeichnung für attraktivste Zinsen Jugendsparbuch
Auszeichnung höchster Bonus im Bereich Bonus-Sparen
GEWOBA Nord Bau­genossen­schaft eG, Schleswig GEWOBA Nord Bau­genossen­schaft eG, Schleswig

Der andere Weg der Genossenschaften

Wohnungsbau­genossenschaften gehen grundsätzlich einen anderen Weg als andere Kreditinstitute. Sie kreieren ihren Mittelzufluss vorzugsweise durch ihre Mitglieder und nehmen eher Abstand vom Interbankenhandel. Das bewerkstelligen sie vor allem, indem sie Einnahmen aus ihren Objekten erwirtschaften. Kreditvergabegeschäfte sind Ihnen gesetzlich verboten, was ihnen einen hohen Sicherheitsaspekt bescheinigt. Spekulative und damit riskante Geschäfte kommen schlicht und ergreifen nicht vor. Unten stehende Grafik veranschaulicht das Wirkungs-Prinzip von Wohnungsbau­genossenschaften mit Spareinrichtungen.

Wohnungsbaugenossenschaften - Funktionsweise

Ergänzend zur obigen Grafik muss noch erwähnt werden, dass auch Wohnungsbau­genossenschaften Kredite bei anderen Banken aufnehmen können, wenn sie das möchten. Andere Mittelzuflüsse entstehen z.B. durch besondere Formen von Unternehmensbeteiligungen. Diese Aspekte lassen wir bei unserer Betrachtung aber außen vor.

Wohnungsbau­genossenschaften generieren Win-Win-Situationen

Speziell die knapp 50 WohnungsbauBau­genossen­schaften mit Spareinrichtung nehmen benötigte Gelder lieber durch ihre Mitglieder auf: „Das hat gleich zwei positive Seiten: Zum einen steht für uns die Mitgliederförderung an oberster Stelle. Daher bekommen unsere Mitglieder auch einen deutlich höheren Zins als es bei anderen Banken der Fall ist. Gleichzeitig sind die Sparzinsen, die wir für frisches Geld bezahlen müssen, natürlich geringer, als wenn wir das Geld bei einer Bank aufnehmen würden. Es ist also ein Spiel mit zwei Gewinnern“, erklärt Herr Herrmann von der MWG-Wohnungs­genossenschaft eG Magdeburg. Das leuchtet ein: Ist ein Kreditinstitut nicht auf Profitmaximierung ausgelegt, kann es deutlich bessere Konditionen für seine Kunden anbieten. Die wirtschaftlichen Ersparnisse aus diesem Arrangement kommen wieder direkt den Mitgliedern zu Gute.

Alle für einen und wir für uns

Das Leitmotiv aus dem Gründungsgedanken wirkt auch 150 Jahre später noch deutlich fort. Initial wurden Wohnungsbau­genossenschaften in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gegründet, um viele kleine Kräfte zu einer großen zu vereinen. Sie sind somit beides: sowohl eine soziale Verbindung von Privatpersonen, als auch eine wirtschaftlich eigenständige Unternehmung. Dieses Konstrukt wird mit dem Begriff "Doppelnatur der Genossenschaften" beschrieben.

Auf diesen Wurzeln fußt die primäre Maxime der Wohnungsbau­genossenschaften die darin besteht, den (wohnwirtschaftlichen) Lebensstandart der Mitglieder zu erhalten und zu verbessern. Dabei geht es nicht um eine Versorgung der breiten Masse der Bevölkerung, sondern vielmehr um eine Individualförderung der einzelnen Mitglieder. Wohnungsbau­genossenschaften sind weder zur Ausschüttung von Gewinnen an Aktionäre verpflichtet, noch zur Gewinnerzielung zum Wohl der Gemeinde. Die Mitglieder stehen im Fokus und diese haben auch die Macht, dass das so bleibt:

Der Aufbau der Wohnungsbaugenossenschaften ist der beste  Garant für die Einhaltung der obersten Maxime der Genossen: Die  Mitgliederförderung

Verfügt eine Wohnungsbau­genossenschaft über 1.500 Mitglieder oder mehr wählt sie eine Vertreterversammlung, die aus mindestens 50 Vertretern bestehen muss gemäß §43a GenG (Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 2014). Diese Vertreterversammlung wiederum bestimmt den Aufsichtsrat, der den Vorstand beim operativen Geschäft überwacht, berät und bestellt. In der Satzung der Genossenschaft kann geregelt sein, dass gewissen Entscheidungen nur in Einklang mit der Vertreterversammlung getroffen werden dürfen. Regelmäßig handelt es sich hier, soweit installiert, um Investitionen ab einer bestimmten Größenordnung.

Der Kontrast zur großen Wirtschaft

Wir finden bei den Genossenschaften also eine ur-demokratische Struktur, die die Mitglieder in den Vordergrund stellt. Keine anonymen Aktionäre oder andere Stakeholder können die Genossenschaft zur über-optimierten Profiterzielung zwingen wie sie sich bei anderen prominenten Beispielen finden lässt:

  • Hewlett-Packard, Q2/2014 - 1,27 Mrd $ Gewinn – 16.000 Stellen werden gestrichen (ZD Net, 2014)
  • Deutsche Bank, 2004 – 4,1 Mrd EUR Gewinn – 6.400 Stellen werden gestrichen (Stern, 2005)
  • Cisco Systems, 2012 – 10 Mrd. $ Gewinn – 4.000 sollten gestrichen werden (Hartware.net, 2013)
  • Allianz, 2005 – 4,4 Mrd. EUR Gewinn – 7.500 Stellen sollten gestrichen werden (Spiegel Online, 2006)
  • Telekom, Q3/2005 – 2,4 Mrd. EUR Gewinn – 32.000 Stellen sollten gestrichen werden (Heise.de, 2005)

Bedenkt man diese Fälle aus der Wirtschaft, bei denen Milliarden-Gewinne und Rekord-Ergebnisse erzielt wurden und dennoch Kündigungswellen direkt nachfolgten, so wünscht man sich vielleicht ganz allgemein mehr genossenschaftliche Strukturen. Oder zumindest das menschliche und zwischenmenschliche Denken und Verstehen, das diesen Organisationen inne wohnt.

Business im kleinen aber feinen Rahmen

Unabhängig davon, ob man den Global Playern nun Verständnis oder Ablehnung für ihre harte Gangart entgegen bringt, Wohnungsbau­genossenschaften funktionieren einfach grundsätzlich anders. Sie erwirtschaften natürlich auch Profite, müssen sie auch. Allerdings dienen die

  • Der wirtschaftlichen Stabilität
    Sie halten den Geschäftsbetrieb aufrecht, sichern mögliche schlechte Geschäftsjahre ab und dienen der Rücklagenbildung für künftige Investitionen. Darüber hinaus gehende Gewinne kommen den Genossen in Form von Dividenden zu.
  • Dem Wohl der Gemeinschaft
    Sie werden direkt in die Objekte der Genossenschaft investiert. Das betrifft also die Wohnungen und Anlagen der Mitglieder selbst.

Darüber hinaus gehende wirtschaftliche Interessen verfolgen Wohnungsbau­genossenschaften nicht: „Der Sinn und Zweck unserer Genossenschaft liegt einzig und allein in der Mitgliederförderung. Wir verfolgen keinerlei Gewinnerzielungsabsichten, nur des Gewinnes wegen“, so Axel Herrmann, Vorstand der MWG-Wohnungs­genossenschaft eG Magdeburg.

Wer kann von den soliden Zinsen profitieren?

Hier kommt für viele dann doch der Haken, den sie schon vermisst haben: Wohnungsbau­genossenschaften haben ein ausgeprägtes Regionalprinzip und Gemeinschaftsgefühl. Das bedeutet, ihre Angebote richten sich an Menschen aus der Region, die durch ihren Wohnort ein Interesse an der Wohnungsbau­genossenschaft unterstreichen. Auswärtige kommen eher nicht als Mitglied in Frage. Maximal vielleicht, wenn ein Umzug in die fragliche Region angestrebt wird.

Wenn man genau hinschaut, stellt sich heraus, dass Mitglieder der Wohnungsbau­genossenschaften keine Miete im eigentlichen Sinne zahlen. Sie erwerben Anteile der Genossenschaft und damit auch an den Objekten, die der Genossenschaft gehören. Sie sind also Miteigentümer und unterschreiben daher keinen Mietvertrag, sondern einen Nutzungsvertrag.

Kunde der Spareinrichtung kann jedes Mitglied der entsprechenden Wohnungsbau­genossenschaft werden. Außer ihnen dürfen das auch die Angehörigen, die in direkter Verwandtschaft zum Mitglied stehen. Nach §15 AO sind das alle nahen Verwandten wie unter anderen die Kinder, Eltern, Geschwister, Ehegatten oder verschwägerte Personen.

Eheähnliche Verhältnisse und gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften werden von §15 AO nicht erfasst. Das bedeutet, dass grundsätzlich der Lebenspartner eines Mitglieds, egal ob gleichen oder anderen Geschlechts, selbst Mitglied der Genossenschaft werden müssten, um die Spareinrichtung zu nutzen.

Allerdings entscheidet der Vorstand einer Genossenschaft über die Aufnahme von Mitgliedern und die jeweilige Satzung kann die gesetzliche Vorlage erweitern. Möglicherweise lohnt es sich also, gezielt nachzufragen. Als Beispiel führen wir die Potsdamer Wohnungs­genossenschaft 1956 e G an, die für die Definition eines Angehörigen den §1 Abs. 1 LPartG hinzuzieht und damit auch schwule und lesbische Paare anerkennt.

Je höher die Zinsen, desto höher das Risiko

Dieser Leitsatz stimmt grundsätzlich. Allerdings verhält sich auch dieser Aspekt bei den Wohnungsbau­genossenschaften ein klein wenig anders. Die schlechte Nachricht zuerst: Die Einlagen der Sparer sind nicht durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Schlimmer noch: Je nach Satzung können Mitglieder der Wohnungsbau­genossenschaften bei wirtschaftlichen Schieflagen auch einer Nachschusspflicht unterliegen.

Allerdings sind das eher theoretische Bedenken. Die Gelder sind sicher bei den Genossenschaften. Wie bereits erwähnt: Sie dürfen sich nicht in riskanten Geschäftsfeldern bewegen. Daher fällt die große Gefahr weg, die so vielen Banken in den letzten Jahren ganz oder beinahe das Genick gebrochen hat.

Alle Wohnungsbau­genossenschaften mit Spareinrichtung sind angeschlossen an den GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. Dessen Aufgabe ist es unter anderem einen Sicherungsfonds zu verwalten, in den alle Spareinrichtungen einbezahlen. Dieser springt nicht erst ein, wenn es zu spät ist. Der Fonds darf den Spareinrichtungen auch präventiv helfen. Darüber hinaus sichert jede Wohnungsbau­genossenschaft die Spareinlagen mit ihren Immobilien ab. Es sind also echte Sachwerte vorhanden, die im Notfall zur Deckung liquidiert werden könnten. Fakt ist außerdem, dass bis zum heutigen Tage noch keine Spareinrichtung auf fremde Hilfe angewiesen war.

Unser Fazit: Sind Genossenschaften konservativ und angestaubt?

Wahr ist, das Wort Genossenschaft wird gern assoziiert mit einer roten, linken bzw. sozialistischen Gesinnung. Ebenfalls wahr ist, dass die Geschichte der Wohnungsbau­genossenschaften bereits weit über 150 Jahre alt ist und die Leitmotive sich seither nicht gewandelt haben. Außerdem: Partizipieren kann nur, wer Mitglied ist. Also ja, Genossenschaften sind konservative Einrichtungen, die ihren konservativ Geschäften nachgehen und Risiken meiden.

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Der komplette Artikel inklusive ungekürzter Konditionstabellen zu allen 47 betrachten Spareinrichtungen und Produkten (Stand: Februar 2017).

Moderne Kreditinstitute nutzen jede Möglichkeit, Profite zu erwirtschaften. Diese Gelder kommen den Aktionären in Form von Dividenden zu. Dazu spekulieren sie u.a. mit hoch-komplizierten Finanzinstrumenten in Geschäften, bei denen es um Sekunden gehen kann. Sie sind alles andere als konservativ. Die Optimierung von Prozessen, Profit und Marktmacht steht im Vordergrund.

Die neue Manager-Generation beginnt aber aus diesen Schuhen herauszuwachsen. Neue Management-Theorien verbreiten sich allmählich und betonen die Verantwortung für die Gemeinschaft, die jedes Unternehmen trägt. Dabei geht es nicht um steuerliche Aspekte allein. Wichtig ist die Fürsorge für die Mitarbeiter, die Gemeinde, die Umwelt und andere Interessensgruppen. Die Stichwörter sind Corporate Identity oder Corporate (Social) Responsibility und viele andere mehr.

Es stellt sich heraus, dass dieses verantwortungsvolle wirtschaften nicht nur etwas für Gut-Menschen ist, sondern tatsächlich auf vielen Ebenen zu einer höheren Profitabilität und Produktivität führt. Unternehmen bekommen ein Gesicht und sprechen mit ihren Kunden. Sie gehen auf sie ein und kümmern sich. Im Gegenzug setzen sie mehr ab, steigern ihren Umsatz, haben glücklichere Mitarbeiter und schrauben die Qualität nach oben.

Das ist genau das, was die Genossenschaften seit jeher tun. Daher: nein, sie sind bestimmt nicht angestaubt sondern treffen den Nerv der Zeit wesentlich genauer, als viele "moderne" Unternehmen.

Bester Beleg dafür sind die überdurchschnittlichen Zinsen der Wohnungsbaugesellschaften mit Spareinrichtung. Es ist also durchaus möglich, risikoarm zu wirtschaften, Erfolge weiterzugeben und dennoch fit für die Zukunft zu sein. Darüber hinaus bekommt übrigens jedes Mitglied auf seinen Genossenschaftsanteil jährliche Dividenden bezahlt.

Aus unserer Sicht sind die Spareinrichtungen mehr als interessante Alternativen zu Banken und Sparkassen und das auf mehreren Ebenen.

Autoren: Marc Opitz - 02.07.2014, UPDATE: 09.02.2017

Nachtrag: Spareinrichtungen vs. Banken und Sparkassen

Wir komplettieren den vorliegenden Artikel um einen faszinierenden Blickwinkel: Wie schlagen sich die Wohnungsbau­genossenschaften eigentlich im direkten Vergleich zu den Banken und Sparkassen? Gibt es Unterschiede in der Durchschnittlichen Verzinsung? Kommen die Konditions-Spitzenreiter immer aus demselben Lager?

Auch wir waren sehr gespannt auf die Ergebnisse. Im Fokus war dabei wie immer die Erfüllung des Kundenwunsches. Wir sind deshalb davon ausgegangen, dass ein möglichst kurzfristiges und dennoch zinsertragsreiches Produkt im Vergleich vorkommen sollte. Das kurzfristigste Angebot der Wohnungsbau­genossenschaften sind die Sparbücher. 2.000,- Euro pro Monat sind frei und direkt am Schalter, bzw. auch an Automaten verfügbar. Allerdings müssen höhere Summen mit 3-monatiger Kündigungsfrist freigestellt werden.

Banken und Sparkassen bieten Tagesgelder an, die - wie der Name schon sagt - täglich verfügbar sind. Theoretisch zumindest. Tatsächlich muss das Geld von diesem Anlagekonto erst auf ein Giro-/Sparkonto überwiesen werden, damit der Kunde es physisch in die Hand nehmen kann. Das verzögert die spontane Verfügbarkeit etwas. Dafür gibt es allerdings keine Betragsgrenzen.

Daher sind die beiden Produkte unter dem Strich durchaus miteinander zu vergleichen. Wichtig war es uns auch, diesen volatilsten Bereich nicht durch zu marktfremde Konditionen zu verfälschen. Wir haben daher nicht alle 122 Angebote aus unserem Tagesgeldvergleich mit aufgenommen, sondern die nach Zinshöhe sortierte Tabelle von oben betrachtet nach dem 43sten Angebot abgeschnitten. So haben wir auch quantitativ einen sauberen Vergleich zwischen den Spareinrichtungen und den anderen Kreditinstituten.

Unsere Tabelle zeigt sofort, wer die besten Konditionen hat, Wohnungsbau­genossenschaften mit Spareinrichtung oder die Banken und Sparkassen:

Produkt Wohnungsbau­genossenschaften   Banken und Sparkassen
Anzahl ø - Werte Spitzenwerte Anzahl ø - Werte Spitzenwerte
Sparbuch/Tagesgeld 43 0,18 % 0,50 %   122/43 0,22 %/0,42 % 1,20 %
Festzins 12 Monate 28 0,29 % 0,60 %   91 0,57 % 1,60 %
Festzins 24 Monate 34 0,41 % 0,70 %   81 0,70 % 1,60 %
Festzins 36 Monate 27 0,56 % 0,90 %   76 0,82 % 1,80 %
Festzins 48 Monate 32 0,73 % 1,35 %   60 0,80 % 2,40 %
Festzins 60 Monate 27 0,94 % 1,85 %   60 0,88 % 2,70 %
Stand der Daten: 09.02.2017. Alle Angaben ohne Gewähr
Festgeld vs. Festzinsen Zinsentwicklung Wohnungsbaugenossenschaften 2016-2017
Durchschnittliche Verzinsung bei den Festgeldzinsen-Anlagen der Wohnungsbau­genossenschaften und Festgeldern der Banken für Laufzeiten von 1 bis 10 Jahren

In der Tabelle lässt sich direkt ablesen, dass die Gesamtbetrachtung ein klares Bild liefert: Die kurzfristigen Gelder sind bei den Banken und Sparkassen sowohl im Durchschnitt als auch in den Spitzenwerten vorne. Alles was bis zu 12 Monaten aus der Hand gegeben werden soll, ist dort besser angelegt.

Bei den Festgeldern lagen lange Zeit die Wohnungsbau­genossenschaften im Schnitt vorne. Allerdings zollen auch diese dem allgemein sinkenden Zinsniveau Tribut. Die absoluten Spitzenwerte liefern praktisch einhellig die Banken und Sparkassen. Lediglich beim Festgeld ab 60 Monaten liegen die Genossenschaften aktuell im Schnitt knapp vorne.

Im Ergebnis bedeutet das für den Anleger: Soll ein konservatives, deutsches Sparprodukt gewählt werden, dass für die kommenden Jahre hohe Sicherheit bietet, sollte die nächstgelegene Spareinrichtung unbedingt mit in die Überlegungen einbezogen werden. Für höhere Zinsen hilft inzwischen nur noch der Blick ins europäische Ausland. Über Zinsbroker lassen sich die besseren Zinsen erzielen.

Wie sichere ich mir die guten Konditionen?

Eine Konsequenz lautet also: Wer langfristig anlegen will, sollte eine Festzinsanlage bei einer Wohnungsbau­genossenschaft mit Spareinrichtung ins Auge fassen, richtig? Leider ist es nicht ganz so einfach. Wie im Artikel schon erwähnt, haben die Genossenschaften einen ausgeprägten regionalen Fokus. Es kommt ihnen darüber hinaus auch nicht primär darauf an, möglichst viele Mitglieder zu generieren. Beides zusammen bedeutet: Nicht jeder kann Mitglied bei der Bau­genossen­schaft werden, die gerade die höchsten Zinskonditionen über ihre Spareinrichtung anbietet.

Daher unser Rat: vergleichen Sie die Konditionen unserer Rechner mit den Konditionen der Spareinrichtung bei Ihnen vor Ort. Ob es bei Ihnen eine solche Einrichtung gibt, können Sie ganz leicht unserer interaktiven Karte bei Google Maps entnehmen.

Sollte keine WohnBau­genossen­schaft mit Spareinrichtung bei Ihnen vor Ort sein oder nur wenig interessante Angebote bieten, dann lassen Sie sich von unseren Vergleichen und Rechnern überzeugen. Diese Angebote sind bundesweit verfügbar und wir tragen Sorge dafür, dass Ihnen immer die tagesaktuellen Konditionen aller Produkte zur Verfügung stehen.

Überregionale Sparanlagen wie Tages- und Festgeld

Die hier vorgestellten Angebote der Wohnungsbau­genossenschaften sind ausschließlich regional erhältlich. Wenn Sie wissen wollen, welche Zinsen sich überregional mit Sparanlagen wie Tages- oder Festgeld erzielen lassen, finden Sie mehr als 150 Angebote in unseren Vergleichen:

Weitere interessante Tagesgeldangebote

Einen tagesaktuellen Vergleich der Konditionen von über 100 weiteren Banken finden Sie hier:

Festgeld als Alternative?

Sie wollen ihr Geld lieber fest anlegen? Unser Festgeldvergleich zeigt Ihnen die besten Angebote.

Pressekontakt:

Mario Hess
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: mario.hess@franke-media.net
Tel.: 0341/ 24 39 95 00
Fax: 0341/ 24 39 95 09

Quellverzeichnis

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