Sparbuch

Tagesgeldkonto, Tagesgeld Vergleich

Sparbuch - Zinsen und Funktionsweise


Die beliebteste Form der Geldanlage bei den Deutschen ist, gemessen an der Häufigkeit, nach wie vor das Sparbuch. Offenbar schätzen viele Bankkunden die Vorteile dieser Geldanlage: Eine einfach zu handhabende und weitestgehend risikofreie Sparform, welche sich auch für geringe Summen lohnt, da in der Regel keine Kontogebühren anfallen.

Wie der Name bereits sagt, ist ein Sparbuch vordergründig zur Vermögensbildung gedacht. Geldbewegungen auf andere Konten sind daher nicht möglich. Überweisungen auf das Sparkonto hingegen stellen kein Problem dar.

Ein weiterer Verwendungszweck des Sparbuches ist das "Parken" von Mietkautionen gemäß §551 BGB (so genanntes Kautionssparbuch).

Da in den vergangenen Jahren zahlreiche Bankfilialen zu SB-Zonen umfunktioniert wurden, ersetzt bei Neuabschlüssen immer öfter eine so genannte SparCard das klassische Sparbuch.

Ähnlich wie bei einem Girokonto können damit die aktuellen Daten am Kontoauszugdrucker erstellt und Geldbeträge am Automaten abgehoben werden. Für Sicherheit sorgt dabei eine PIN, ganz wie bei der überall verbreiteten EC-/Maestro-Karte.

Die Verzinsung eines Sparbuches ist in der Regel niedrig. Der effektive Jahreszins beträgt derzeit nach eigenen Berechnungen im Marktdurchschnitt 1,23 Prozent (durchschnittlicher Zinssatz der Sparbuch-Angebote von 32 Banken, Stand: März 2008) und liegt damit deutlich unter der Inflationsrate sowie unter der Verzinsung der auf unseren Seiten vorgestellten Tagesgeldkonten (zum Vergleich: die mittlere Verzinsung aller Anbieter in unserem Tagesgeld-Vergleich liegt bei rund 3,97 Prozent effektiver Jahreszins pro Jahr, Stand: März 2008).

 

Wie sich dieser Unterschied ohne und mit Berücksichtigung der Inflation auf die Realrendite auswirkt, zeigt das folgende Beispiel:

 

  Sparbuch Tagesgeldkonto
Anlagesumme 10.000 Euro
Anlagedauer 1 Jahr
Durchschnittl. effektiver Jahreszins 1,23 % 3,97 %
Zinsertrag nach 1 Jahr 123 Euro 397 Euro
Realrendite bei Annahme einer Inflation von 2 Prozent - 0,77 % 1,97 %
Realer Wertzuwachs nach 1 Jahr -77 Euro + 197 Euro


Obwohl der Nominalwert des so angelegten Geldes, also der zahlenmäßige Betrag, Jahr für Jahr steigt, sinkt dessen Realwert, also die Kaufkraft, kontinuierlich. Das ist auch der Grund, weshalb sich immer mehr Sparer nach alternativen Sparformen umschauen.

Ein direkter Tagesgeld-Vergleich zeigt schnell, dass bei gleicher Sicherheit und besserer Verfügbarkeit ein Tagesgeldkonto wesentlich attraktivere Zinsen zu bieten hat, die auch deutlich über der Inflationsrate liegen.

Jedoch lohnt sich bei der Kontoeröffnung die Nachfrage nach so genannten Bonus-Sparbüchern, welche von vielen Sparkassen und Banken angeboten werden. Dabei handelt es sich um die stufenweise Erhöhung der Verzinsung bei steigendem Guthaben. Eine Verpflichtung zu regelmäßigem Sparen oder zu einer Mindestanlagesumme ist damit im Allgemeinen nicht verbunden.

Für Kinder unter zwölf Jahren gibt es zudem spezielle Sparbücher, welche vom ersten Cent an höher als gewöhnlich verzinst werden.

Bis zu einer Summe von 2000 Euro im Monat kann über die auf einem Sparbuch befindlichen Spareinlagen täglich verfügt werden. Darüber hinausgehende Guthaben unterliegen (beispielsweise bei der Auflösung des Kontos) einer vierteljährlichen Kündigungsfrist. Einige Kreditinstitute bieten jedoch gegen Abschlagszins (also den Verzicht auf einen Teil der erwirtschafteten Zinsen) auch die sofortige Auszahlung an.

Im Allgemeinen wird das Sparbuch als besonders sichere Geldanlage angesehen. Jedoch bezieht sich dies lediglich darauf, dass die Höhe der Geldanlage ohne Abbuchung nicht geringer werden kann. Versteckte Risiken hingegen weist auch das Sparbuch auf. So kann grundsätzlich jeder, der im Besitz eines Sparbuches ist, von diesem Geldbeträge abheben. Bei Zweifeln an der Rechtmäßigkeit liegt es allerdings im Ermessen des Bankangestellten, einen Identitätsnachweis zu fordern. Wer sich darauf lieber nicht verlassen möchte, sollte für sein Sparbuch mit dem Kreditinstitut ein Kennwort vereinbaren, welches vor jeder Auszahlung abgefordert wird.

Ein aus dem öffentlichen Bewusstsein weitgehend ausgeblendetes Risiko für das Sparbuch stellt die Insolvenz des Kreditinstitutes dar. Deshalb sollten jegliche Geldanlagen ausschließlich bei Banken vorgenommen werden, welche sich in ausreichender Höhe an einem Einlagensicherungsfonds beteiligen. Lediglich Sparkassen weisen als öffentlich-rechtliche Institute ein vernachlässigbar geringes Ausfallrisiko auf und sind darüber hinaus automatisch über den Sicherungsfonds der Sparkassen abgesichert.

 

Weitere Ratgeber, die sich mit häufig gestellten Fragen rund ums Sparbuch befassen, finden Sie auf unseren folgenden Seiten:

Weitere Möglichkeiten zur sicheren Geldanlage finden Sie hier:

 

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