Sparbriefe

Sparbriefe - Arten, Vergleiche und Zinsen

Der Sparbrief gehört zu den festverzinslichen Anlageprodukten, die von Banken herausgegeben werden. Er dient zur mittel- bzw. langfristigen Refinanzierung von Banken und Sparkassen (Sparkassenbrief).

Merkmale von Sparbriefen

Mit einem Sparbrief wird Geld über mindestens ein Jahr, höchstens allerdings 10 Jahre zu einem festen Zinssatz angelegt. Eine vorzeitige Auflösung des Sparbriefes ist grundsätzlich nicht möglich. Da sie nicht an der Börse gehandelt werden, unterliegen Sparbriefe auch keinem Kursrisiko.

Sparbrief als Alternative zu Tagesgeld und Sparbuch

Mit seiner attraktiven Verzinsung eignet sich der Sparbrief hervorragend als Alternative zum Sparbuch oder Tagesgeld, wie das Beispiel VW Bank Plus Sparbrief in unserem Festgeld-Vergleich zeigt. Da das Geld nach Ablauf der Laufzeit automatisch fällig wird, müssen Sparbriefe nicht gekündigt werden.

Beleihbarkeit von Sparbriefen

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Sparbriefe in der Regel bis zu 100 Prozent beleihbar sind und so als Kreditsicherheit bzw. Pfand eingesetzt werden können.

Arten von Sparbriefen

Grundsätzlich unterscheidet man drei verschiedene Hauptformen des Sparbriefes:

Normaler Sparbrief: Beim normalen Sparbrief, dem am häufigsten verkauft Sparbrief, werden die Zinsen jährlich, meist am Jahresende, auf einem Verrechnungskonto (i.d.R. ein Girokonto) gutgeschrieben. Die Anlage erfolgt immer zum Nennwert.

Aufgezinster Sparbrief: Beim aufgezinsten Sparbrief werden die Zinsen jährlich angesammelt und dann zusammen mit dem Zinseszins und dem Nennwert erst am Fälligkeitstag ausbezahlt.

Beispiel: Der Kauf von 100 Euro Nennwert Schatzbrief, Typ B, Serie 2008/04, zum 01.02.2008 ergäbe am Ende der Laufzeit am 01.02.2015 einen Rückzahlungswert von 126,31 Euro. Der Anleger hätte dann also einen Zinsertrag von 26,31 Euro erwirtschaftet.

abgezinster Sparbrief: Beim abgezinsten Sparbrief werden sowohl die Zinsen als auch die Zinseszinsen für die gesamte Laufzeit im Voraus berechnet und vom Nennwert abgezogen. Der Kaufwert ist somit geringer, bei Fälligkeit erfolgt die Rückzahlung zum Nennwert. Vorteil ist hierbei die höhere Rendite durch den Zinseszinseffekt.

Nachteilig ist allerdings, dass der gesamte Zinsertrag bei Fälligkeit auf den Freistellungsauftrag angerechnet wird. Reicht dieser gerade bei langfristigen Anlagen nicht aus, muss der Differenzbetrag im Rahmen der seit 2009 geltenden Abgeltungssteuer versteuert werden.

Beispiel: Ein Kunde erwirbt 30.000 Euro Nennwert (nominal) eines Abzinsungspapiers. Die Laufzeit beträgt drei Jahre, der Zinssatz 3,50 Prozent p.a. Der Kunde zahlt für den Sparbrief 30.000 Euro abzüglich 3.150 Euro, also 26.850 Euro.

Beispiele für Sparbriefe und Festgeldkonten als sichere und fest verzinsliche Anlageformen finden Sie in unserem Festgeldvergleich:

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Wenn Sie Ihr Geld sicher anlegen, aber täglich darüber verfügen können wollen, kommen Tagesgeldkonten in Betracht, welche wir Ihnen in unserem großen Vergleich vorstellen:

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