Inflation
Die Inflation bzw. Teuerungsrate, wie sie im allgemeinen Sprachgebrauch verwendet wird, bezeichnet den Anstieg der Lebenshaltungskosten innerhalb eines bestimmten Zeitraumes, meist eines Jahres. Um die Inflation zu messen, wird vom Statistischen Bundesamt ein repräsentativer Warenkorb aus Gütern und Dienstleistungen zusammengestellt, dessen Kostenentwicklung dann mit Werten aus der Vergangenheit verglichen wird, wobei der prozentuale Anstieg der Kosten die Teuerungsrate wiedergibt. Anders ausgedrückt gibt die Inflation an, welchen Kaufkraftverlust man erleidet, wenn man zu zwei verschiedenen Zeitpunkten über dieselbe Menge an Geld verfügt.
Experten unterscheiden hier nämlich Nominalwert und Realwert des Geldes. Der Nominalwert ist der Wert, den das Geld an sich hat. Eine 100-Euro Banknote hat einen Nominalwert von 100 Euro. Der Realwert gibt hingegen an, was man sich damit kaufen kann. Da er einen Vergleichswert darstellt, muss er immer eine Ausgangsgröße und eine Vergleichsgröße haben.
Die Höhe der Inflation - gemessen durch das Statistische Bundesamt und veröffentlicht als Verbraucherpreisindex - für die Jahre 1992 bis 2008 haben wir Ihnen in nachfolgendem Diagramm aufbereitet:

Zum besseren Verständnis von Inflation, Nominalwert und Realwert ein einfaches Beispiel:
Ein repräsentativer Warenkorb wie der des statistischen Bundesamtes hatte am 31.12.2005 einen Wert von 1.000 Euro. Zum 31.12.2006 betrug sein Wert 1.020 Euro. Die Verbraucher mussten also zum Erwerb derselben Güter Ende 2006 20 Euro mehr ausgeben, als noch Ende 2005.
Im Zeitraum vom 31.12.2005 bis zum 31.12.2006 betrug die Inflation in unserem Beispiel also 2 Prozent.
Der Nominalwert von 10 Banknoten á 100 Euro blieb in dieser Zeit gleich, da er sich ja auf den aufgedruckten Wert des Geldes bezieht.
Der Realwert hingegen sank. Aber nicht um 2 Prozent, sondern nach Anwendung des in der Schule so oft zitierten Dreisatzes kommen wir auf 1.020 Euro / 1.000 Euro = 1.000 Euro / X. Aufgelöst nach X kommen wir auf X = 980,39 Euro. Bezogen auf die 1.000 Euro des Vorjahres sank die Kaufkraft zum Ende 2006 um 1,96 Prozent. Anders ausgedrückt: konnte man am 31.12.2005 mit 1.000 Euro noch den gesamten Warenkorb kaufen, so konnte man mit denselben 1.000 Euro zum 31.12.2006 nur noch 98,04 desselben Warenkorbes kaufen.
Diesen Schwund an Kaufkraft gibt die Inflation an und genau dieser Umstand ist es, den sich jeder Sparer und jeder Anleger bei der Auswahl geeigneter Anlageformen ins Gedächtnis rufen sollte:
Nur wenn eine Geldanlage eine Rendite nach Steuern oberhalb der Inflation erwirtschaftet, erfolgt langfristig eine Steigerung des Realwertes, also der Kaufkraft, des angelegten Geldes!
Jede Geldanlage, die nach Steuern weniger als die Inflationsrate einbringt, führt langfristig gesehen zu einem Kaufkraftverlust und damit zu einer Abnahme des Realvermögens des Sparers!
Mit Tagesgeld und Festgeld bieten sich dem sicherheitsorientierten Sparer zwei Anlageformen, deren Nachsteuerrenditen oberhalb der langfristigen Inflationsrate liegen, und die deshalb als sichere Geldanlage geeignet sind.
Einen Vergleich entsprechender Angebote im Bereich Tages- und Festgeld haben wir auf den folgenden Seiten für Sie vorbereitet:
Festgeld-Vergleich >>>
Tagesgeld-Vergleich >>>
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