Was ist Festgeld
Festgeld ist eine Geldanlage aus der Kategorie der
Termingelder. Unter Festgeld versteht man Gelder, die einem
Kreditinstitut für einen im voraus bestimmten Zinssatz und Zeitraum (in der
Regel 1-12 Monate) zur Verfügung gestellt werden.
Für kurzfristige Geldanlagen ist Festgeld sehr attraktiv,
da die auf das Festgeld gezahlten Zinsen - die sogenannten Festgeldzinsen - in
der Regel zwischen 4 und 6% p.a. betragen.
Dieser Zinssatz ist immer vom allgemeinen Marktzins am
Geldmarkt, der Höhe der getätigten Geldanlage und der vereinbarten Laufzeit
abhängig.
Festgeld wird in der Regel auf ein Festgeldkonto
eingezahlt, welches im Grundaufbau einem Girokonto entspricht, aber über
keinerlei Auszahlungsmöglichkeiten verfügt. So kann der Anleger jederzeit sehen,
wie sich seine Geldanlage entwickelt, kann aber bis zum Rückzahlungstermin nicht
darauf zugreifen.
Im Regelfall ist solch ein Festgeldkonto mit keinerlei
Gebühren für Kontoeröffnung, Kontoführung und Kontoauflösung verbunden, so dass
vereinbarter Nominalzins pro Jahr und
effektiver Jahreszins bei dieser Form
der Geldanlage ausnahmsweise identisch sind.
Im Vergleich zum Tagesgeld
kann die Bank nach der Anlage des Festgeldes die Zinsen nicht mehr ändern,
sondern muss den vereinbarten Zinssatz auf das auf dem Festgeldkonto befindliche
Geld zahlen. Dafür kann der Anleger nicht täglich über sein Geld verfügen, sondern muss beim vorzeitigen Zugriff oftmals eine so genannte Vorfälligkeitsentschädigung an die Bank entrichten.
Hat der Anleger kein Interesse daran, wie beim Tagesgeld
täglich über seine Geldanlage verfügen zu können, so bietet sich ein Investment
in Festgeld an. Die feste Anlage über einen bestimmten Zeitraum, innerhalb
dessen nicht über das angelegte Geld verfügt werden kann, wird von den Banken
mit einem höheren Zinssatz als dem für Tagesgeld honoriert.
|