Wie sicher sind Bundeswertpapiere und welche Arten unterscheidet man?
Wer bei seiner Zinsanlage eine sichere Schiene fahren möchte, investiert in die von der Bundesrepublik Deutschland offerierten Anlagemöglichkeiten, welche wir Ihnen nachfolgend vorstellen wollen.
Arten von Bundeswertpapieren
Finanzierungsschätze
Wer sein Geld nicht lange, aber trotzdem sicher und gewinnbringend anlegen möchte, ist mit den Finanzierungsschätzen der Bundesrepublik gut beraten. Die Laufzeit dieser abgezinsten Zinspapiere beträgt ein bis zwei Jahre.
Der Mindestauftragswert liegt bei 500 Euro, eine Stückelung ist ab 0,01 Euro möglich. Der derzeitige Kaufpreis für den einjährigen Finanzierungsschatz beträgt 487,55 Euro, der Anleger erhält nach einem Jahr 500 Euro zurück. Die Rendite auf den Kaufpreis liegt somit bei 2,55 Prozent. Der Preis bei einer zweijährigen Laufzeit liegt bei € 472,70, die Rendite beträgt 2,85 Prozent (Stand: Dezember 2008).
Die aktuellen Konditionen finden Sie auf der folgenden Seite der Finanzagentur GmbH der Bundesrepublik Deutschland: http://www.deutsche-finanzagentur.de/cln_117/nn_110766/DE/privateAnleger/pdf/Konditionen__ta__buscha__fischa__bobl.html
Bundesschatzbriefe
Die Mindeststückelung der Bundesschatzbriefe beträgt 50 Euro. Es kann zwischen zwei Varianten gewählt werden. Die Laufzeit
Beim Schatzbrief Typ A beträgt sechs Jahre bei jährlicher Zinsausschüttung; die Rückzahlung erfolgt zum Nennwert. Die auf die Einlage entfallende Rendite steigt während der Laufzeit schrittweise von 2,75 Prozent auf 3,39 Prozent.
Typ B läuft 7 Jahre. Im ersten Jahr beträgt die Rendite 2,75 Prozent, sie steigt auf 3,50 Prozent. Die Auszahlung der Zinsen zusammen mit dem Anlagebetrag erfolgt am Ende der Laufzeit.
Werden mit neu herausgegebenen Bundesschatzbriefen auch höhere Renditen angeboten, so ist nach Ablauf eines Jahres bei einem monatlichen Betrag von maximal 5000 Euro der Umstieg auf die höher verzinslichen Briefe möglich. Nach der Jahresfrist ist auch der Ausstieg ohne Wiederanlage möglich.
Bundesschatzbriefe bilden auch hinsichtlich der ab 1. Januar 2009 geltenden Abgeltungssteuer neben der Festgeldanlage eine sichere und sehr empfehlenswerte Form der Geldanlage.
Tagesanleihe des Bundes
Mit dem Startschuss am 1. Juli 2008 für die Tagesanleihe des Bundes nahm deren Entwicklung einen rasanten Lauf und befindet sich derzeit auf dem ersten Rang der Anlageangebote des Bundes.
Dieses speziell für Privatanleger konzipierte Anlageprodukt besticht durch seine Sicherheit, attraktive Verzinsung und Flexibilität und ist damit eine interessante Alternative zu jedem Tagesgeldkonto.
Durch den Bund erhalten die Anleger eine Verzinsung von 92,5 Prozent des Eonia-Zinssatzes (Euro Overnight Index Average), dem Referenzzinssatz der Europäischen Zentralbank für Tagesgeldanlagen.
Details zum Erwerb der Tagesanleihe des Bundes finden interessierte Leser auf unserer folgenden Seite:
Tagesanleihe des Bundes >>>
Bundesanleihen
Der Großteil der Schulden des Bundes wird durch emittierte Staatsanleihen finanziert, die an der Börse gehandelt werden. Da der Bund stetig neues Kapital braucht, können sich Anleger zwischen Restlaufzeiten der Anleihen von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahrzehnten entscheiden. Um bei schnellem Kapitalbedarf keinen Kursverlust beim Verkauf zu erleiden, wird empfohlen, Investitionen in Anleihen mit verschiedenen Restlaufzeiten zu staffeln.
Bundeswertpapiere als Alternative zu Festgeld und Tagesgeld
Während die Tagesanleihe des Bundes als Alternative zu den Tagesgeldkonten von Geschäftsbanken oder Sparkassen anzusehen ist, stellen Bundesanleihen, Bundesschatzbriefe und Finanzierungsschätze eine interessante Alternative zum Festgeld der Banken dar.
Entsprechende Vergleiche für Tages- und Festgeldkonten von Banken und Sparkassen finden Sie auf unseren folgenden Seiten:
Tagesgeld-Konto >>>
Festgeld-Konto >>>
Alle Konditionen der oben genannten Wertpapiere finden interessierte Anleger direkt auf der folgenden Seite der Finanzagentur GmbH der Bundesrepublik Deutschland:
http://www.deutsche-finanzagentur.de/cln_117/nn_110766/DE/privateAnleger/pdf/Konditionen__ta__buscha__fischa__bobl.html
Sicherheit von Bundeswertpapieren
Wichtig ist, dass in allen Fällen der Staat als Schuldner die höchste Bonität genießt. Deutschland wird in diesem Punkt mit AAA geratet, gilt also als absolut sicherer Schuldner. Kraft Gesetz kann sich der Staat im Gegensatz zu den Banken bis zur Belastungsgrenze seiner Bürger über höhere Steuern und Abgaben liquide Mittel verschaffen und damit seine Schulden bezahlen.
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